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Köln - Neben Emil Forsberg gilt Naby Keita als der Erfolgsgarant bei RB Leipzig. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten ist der Nationalspieler aus Guinea eine feste Größe in der Elf von Ralph Hasenhüttl geworden. Im Interview mit bundesliga.de spricht er über die Entwicklung des Aufsteigers, seine persönlichen Leistungen, sowie die anstehende Aufgabe beim FC Augsburg.

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bundesliga.de: Monsieur Keita, RB Leipzig steht seit etlichen Wochen als ärgster Verfolger des FC Bayern München. Nachdem Ihre Mannschaft längst den Klassenerhalt perfekt machen konnte, peilen Sie nun die Champions League an?

Naby Keita: An die Champions League denken wir nicht. Es stehen noch zwölf Spieltage an und wir wollen alles daran setzen, um weiterhin konstante Leistungen zu zeigen. Dann werden wir schon sehen, wo wir nach dem 34. und letzten Spieltag stehen.

bundesliga.de: Das Jahr 2017 begann zwar mit zwei Heimsiegen, danach gab es allerdings zwei Niederlage in Folge. Wie ging Ihre Mannschaft damit um?

Keita: Es war eine Art Lernprozess. Niederlagen gehören einfach zu unserer Entwicklung und wichtig war es, schnell wieder aufzustehen. Das ist uns mit dem wichtigen Dreier bei Borussia Mönchengladbach (2:1) bestens gelungen. Dann haben wir festgestellt, dass sich unsere Lage in der Tabelle trotz dieser zwei Niederlagen nicht verschlechtert hat, weil die Mannschaften hinter uns ebenfalls Punkte haben liegen lassen. Die Siege in Gladbach und gegen den (3:1) haben unserer Moral sehr gut getan. Nun bin ich optimistisch, dass wir diese kleine Siegesserie ausbauen können.

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Video: Keitas steiler Aufstieg

bundesliga.de: In dieser Saison gehen auf Ihr Konto vier Tore und fünf Assists. Sind Sie damit zufrieden?

Keita: Es ist in Ordnung, aber ich weiß, dass ich es noch viel besser kann, und ich will es auch noch besser machen. Ich werde weiter hart an mir arbeiten, um mich weiter zu steigern. Ich bin ein Typ, der mit sich nie ganz zufrieden ist und der sich ständig weiterentwickeln will. Für mich kommt es nie infrage mich auszuruhen und die Füße hochzulegen. Ich will mich jeden Tag ein Stück verbessern.

bundesliga.de: Einige Gegenspieler haben zuletzt Ihre Aggressivität auf dem Platz moniert. Sind Sie ein aggressiver Spieler?

Keita: Das kann manchmal der Fall sein, vor allem wenn wir uns im Spiel gegen den Ball befinden. Aber um den Ball zurückzuerobern muss man ja aggressiv sein, um zu versuchen den Ball wieder in unseren Reihen zu haben.

bundesliga.de: Zuletzt wurde viel über den jungen Franzosen Dayot Upamecano, der im Januar aus Salzburg kam, gesprochen. Ist er die erhoffte Verstärkung in der Abwehr?

Keita: Dayot ist noch jung (18 Jahre, die Red.), aber er will sich hier durchsetzen. Dafür  arbeitet er hart. Ich helfe ihm bei seiner Integration. Er ist auch sehr hungrig und ich bin fest davon überzeugt, dass er auf seine Einsätze kommen wird. Vor allem hat er eine tolle Eigenschaft trotz seines jungen Alters: Er ist geduldig.

bundesliga.de: Am Freitag geht es für Leipzig nach Augsburg. Folgt dort der nächste Dreier?

Keita: Das ist unser Ziel. Wir wollen den dritten Sieg in Folge. Aber es wird keine leichte Aufgabe. Im Hinspiel zu Hause hatten wir knapp gewonnen (2:1). Und auswärts ist es oft schwieriger als vor heimischer Kulisse zu gewinnen. Die Bundesliga ist sehr ausgeglichen und in keinem Spiel hatte ich bisher den Eindruck, dass es einfach ist, ein Spiel für uns zu entscheiden. Natürlich steht der FCA in der zweiten Tabellenhälfte, aber das interessiert uns nicht. Wir behandeln jeden Gegner gleich.

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bundesliga.de: Bis zur kommenden Länderspielpause geht es dann noch gegen den VfL Wolfsburg und zum SV Werder Bremen. Was erhoffen Sie sich aus diesen Spielen?

Keita: Wir haben das Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Aber dabei konzentrieren wir uns immer nur auf den nächsten Gegner, wollen einen Schritt nach dem anderen machen. Wir werden alles daran setzen, neun Punkte zu holen, auch wenn wir wissen, dass das sehr schwer wird.

Das Gespräch führte Alexis Menuge