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Köln - Die Faszination, die von den meisten Bundesliga-Clubs ausgeht, begründet sich zum großen Teil durch ihre lange Tradition. Beim VfB Stuttgart reichen die Wurzeln des Vereins sogar bis ins 19. Jahrhundert, die Fusion zum VfB Stuttgart 1893 fand am 2. April vor 100 Jahren statt. Bei freiem Eintritt können die Fans der Schwaben dazu jetzt die Sonderausstellung "Mythos VfB - 100 Jahre Fusion" besuchen.

Die Ausstellung findet vom 26. März bis zum 5. April in der BW-Bank Filiale Kronprinzbau in Stuttgart-Mitte statt. Zur offiziellen Eröffnung kamen mehr als 40 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur, die zum Teil selbst untrennbar mit der Geschichte und dem Mythos VfB Stuttgart verbunden sind: Aufsichtsratsmitglied Hansi Müller, VfB-Sportdirektor Fredi Bobic oder Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder.

Viele Exponate der weiß-roten Geschichte bei "Mythos VfB - 100 Jahre Fusion"



Stuttgarts Präsident Gerd E. Mäuser unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Tradition und ihrer Pflege: "Der VfB und seine Vereinshistorie sind untrennbar mit der Stuttgarter Stadtgeschichte verbunden. Der VfB Stuttgart ist das sportliche Aushängeschild der gesamten Region und wir wissen um die Verantwortung, die mit dieser Rolle einhergeht. Die Tradition des Vereins zu pflegen und sich zugleich für eine erfolgreiche Zukunft zu rüsten, das war und wird immer der Anspruch des VfB Stuttgart sein."

Aus der Fusion des FV Stuttgart 1893 mit dem Kronenklub Cannstatt ist am 2. April 1912 der VfB Stuttgart 1893 entstanden, der bis heute allein fünf Mal die Deutsche Meisterschaft holen sollte. Neben der Meisterschale, dem DFB-Pokal oder einem originalen Lederfußball von 1950 - dem Jahr der ersten Stuttgarter Meisterschaft - können weitere spannende Exponate der weiß-roten Geschichte bei "Mythos VfB - 100 Jahre Fusion" besichtigt werden.

Rubrik "Junge Wilde" erinnert an die Stuttgarter Anfangstage



Diejenigen Fans des VfB, die noch mehr über die Ursprünge ihres Clubs lesen und erfahren möchten, sind auf der offiziellen Webseite des VfB bestens aufgehoben. In der Rubrik "Junge Wilde" stehen viele Geschichten, die daran erinnern, dass es aus der eigenen Nachwuchsarbeit des VfB schon immer viele Talente zu unvergessenen Größen und Topspielern ihrer Zeit geschafft haben.

Aus heutiger Sicht sind besonders die Texte aus den Anfangsjahren interessant, als sich noch bis zu 60 Spielern an einer Mischung aus Rugby und Fußball probierten. So schrieb damals Philipp Heineken, ein Pionier des Rugby-Fußballs in Stuttgart: "Bei der großen Zahl von Stürmern waren die Gedränge sehr hart, besonders, wenn eine Masse dieser Stürmer sich über einen auf dem Boden liegenden Gegner auftürmte. Es wurde kräftig geschoben und noch stärker nach dem Ball gestoßen, wobei mancher eines aufs Schienbein bekam."