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Mainz - Für diesen besonderen Anlass hatte sich Yoshinori Muto, der japanische Neuzugang des 1. FSV Mainz 05, etwas Besonderes einfallen lassen. Mit seinem dunkelblauen Anzug und seiner Begrüßung auf Deutsch beeindruckte er bei seiner offiziellen Vorstellung am Donnerstagmittag die anwesenden Medienvertreter.

"Hallo, ich bin Yoshinori Muto! Bitte nennen Sie mich Yoshi! Ich freue mich sehr, dass ich in einem so großartigen Verein spielen darf! Ich werde für Mainz 05 alles geben. Deutsch ist zwar eine schwierige Sprache, aber ich werde das lernen. Vielen Dank", so Muto gleich zu Beginn. Im weiteren Verlauf waren dann die Dienste des anwesenden Dolmetschers hilfreich.

Stärken: Schnelligkeit und Dribblings

Der 22-jährige Angreifer gab ein äußerst sympathisches Bild ab und berichtete auch von seinen ersten Eindrücken. "Ich habe mich sehr über den Empfang gefreut", so Muto. "Die Leute hier sind sehr nett, die Stadt sehr sauber und das Klima gut." Vielleicht wird er diese Meinung über das Wetter an einem verregneten Herbsttag revidieren. Sollten sich seine Hoffnungen bis dahin erfüllen, er seine Stärken ("Schnelligkeit und Dribblings") auf dem Platz zeigen, dann ließe sich das sicher verschmerzen. Mit vielen Toren und Vorlagen möchte er mithelfen, "so viele Spiele wie möglich zu gewinnen."

In den nächsten Wochen will er hart arbeiten, um die Anpassung an die vor allem im physischen Bereich höheren Anforderungen der Bundesliga zu schaffen. Besonders die Robustheit der Abwehrspieler war ihm bei seinem ersten Training am Mittwochmorgen aufgefallen. "Ich hatte schon fast den Eindruck, dass deren Beine viel länger sind und von überall kommen", so Muto. Doch darauf, sich vor allem körperlich durchsetzen zu müssen, hatte ihn bereits sein Landsmann Shinji Okazaki eingestellt. Er freut sich auf die Herausforderung Bundesliga und ist Mainz 05 dankbar für die Chance, hier zu spielen.

Entscheidung gegen Chelsea

Bei seiner Entscheidung für Mainz – und gegen prominente Mitkonkurrenten wie etwa Chelsea – hatte das intensive Bemühen der 05-Verantwortlichen die größte Rolle gespielt. "Dass man extra für mich nach Japan gekommen ist, hat mir imponiert", so Muto, den auch die Philosophie von Mainz 05 überzeugte. Während er bei seinem bisherigen Verein, dem FC Tokyo aus der J-League, als Mittelstürmer zum Einsatz kam, rechnet er damit, künftig hauptsächlich auf den offensiven Außenbahnen eingesetzt zu werden.