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München - Mainz ist eine Karnevalshochburg, um flotte Sprüche sind die Rheinhessen also nie verlegen. Kein Wunder, dass auch der Trainer des 1. FSV Mainz 05, Thomas Tuchel, da keine Ausnahme ist.

bundesliga.de hat rechtzeitig zum Karnevalsstart die zehn besten Sprüche vom Coach des Tabellenzweiten der Bundesliga gesammelt.

"Helfen würde uns ein schnelles Tor und ein schneller Abpfiff und vielleicht können wir ja den Mannschaftbus vor unserem Tor parken."

Trotz bereits fünf Siegen zu Saisonbeginn sieht Thomas Tuchel seine Mainzer nicht als Favorit beim Gastspiel beim FC Bayern am 6. Spieltag dieser Saison. Am Ende gewinnen die Rheinhessen mit 2:1.

"Entweder gut eingewechselt oder von Anfang an schlecht aufgestellt."

Auch am 9. Spieltag bei Bayer Leverkusen verändert der Coach wieder seine Startelf und zeigt sich selbstkritisch. Auf der Bank blieben zunächst Andre Schürrle und Andreas Ivanschitz, die erst im Laufe der Partie eingewechselt wurden und wenig später gemeinsam für den 1:0-Siegtreffer verantwortlich waren.

"Meine Frau ist heiß, die hat sich schon Fußballschuhe gekauft."

Trainer Tuchel kontert den Spruch des Hoffenheimer Spielers Christian Eichner. Dieser hatte behauptet, Tuchel könne auch seine schwangere Frau spielen lassen und sie würde zwei Tore schießen.

"Richtig pfeifen muss ich noch lernen, dann wird auch ein großer Trainer aus mir."

Ob das Pfeifen schon klappt, ist nicht bekannt. Der Spruch stammt allerdings noch aus Tuchels Zeit als A-Jugend-Trainer. Im Frühjahr 2009 gewann der Coach mit den Junioren die Deutsche Meisterschaft.

"Jeder Trainer der Welt, der Schürrle oder Holtby auf der Bank hat, ist verpflichtet, die einzuwechseln. Da braucht man kein so goldenes Händchen."

Ein Lob für seine Einwechslungen will Tuchel nicht entgegennehmen. Mit Lewis Holtby hat der Trainer gegen Köln den Siegtorschützen eingewechselt, Andre Schürrle hat in dieser Saison schon drei Jokertore erzielt.

"Ich bin ein tierisch harter Verhandler."

So ganz ernst gemeint, ist diese Aussage nicht. Denn Tuchel unterschrieb im Sommer 2009 nach 90 Sekunden seinen neuen Vertrag beim 1. FSV Mainz 05, ohne zu verhandeln.

"Es gibt ganz klare Regeln für unsere Mannschaft. Die beginnen mit dem In-die-Augen-schauen beim Begrüßen."

Gutes Benehmen gehört bei den Mainzern zum Trainingsplan ganz offensichtlich dazu.

"Ich hätte es als Unhöflichkeit empfunden, es nicht zu tun."

Am 10. Spieltag der Saison 2009/10 steigt Tuchel auf den Zaun im Mainzer Stadion, um mit den Fans zu feiern. Seine Mannschaft hatte gerade 3:0 gegen den SCF gewonnen.

"Wir sind kein Diskutierclub."

Jeder darf eine Meinung haben, doch Chef im Team will Tuchel selbst bleiben.

"Es zieht sich ein bisschen durch die Saison, dass uns in der Kabine ein bisschen der Mut und die Überzeugung abhanden kommt. Vielleicht macht der Trainer schlechte Ansprachen in der Pause."

Trainer Thomas Tuchel nach dem 0:0 gegen den VfL Bochum am 23. Spieltag der vergangenen Saison.