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Miroslav Klose, Mario Gomez und Lukas Podolski sind für die WM gesetzt, doch wer als Stürmer Nummer 4 und 5 im kommenden Sommer mit nach Südafrika reisen wird, entscheidet sich erst im nächsten halben Jahr.

Der Kandidatenkreis wird sich im November noch einmal vergrößern, wenn Bundestrainer Joachim Löw wie angekündigt Bayerns Shootingstar Thomas Müller bei den Länderspielen gegen Chile in Köln (14.) und vier Tage später in Gelsenkirchen gegen Ägypten (18.) eine Bewährungschance gibt.

Konkurrenzkampf in der Abteilung Attacke

"Wir haben lange überlegt, ihn schon nach Moskau mitzunehmen. Ich denke, dass er im November bei den Spielen gegen Chile und Ägypten im Aufgebot stehen wird, wenn er so weiterspielt", sagte Löw nach der vorzeitigen WM-Qualifikation und schürte damit noch einmal den Konkurrenzkampf in der Abteilung Attacke.

Um die zwei freien Plätze bewerben sich nach aktuellem Stand neben Müller auch Stefan Kießling, dessen zur Zeit verletzter Leverkusener Vereinskollege Patrick Helmes und der Stuttgarter Cacau.

Zwei alte Kollegen im Sturm

Der gebürtige Brasilianer wird zum Abschluss der WM-Qualifikation am Mittwoch in Hamburg gegen Finnland (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker) zu seinem vierten Einsatz im DFB-Trikot kommen. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Partner beim VfB Stuttgart, Mario Gomez, soll der 28-Jährige in seinem ersten Länderspiel von Beginn an beweisen, dass er zu Recht eine Option für das Turnier am Kap der guten Hoffnung ist.

"Eine gute Chance, in Südafrika dabei zu sein"

"Er ist schnell, wendig und ideenreich im Umgang mit dem Ball, eine echte Alternative zu unseren Keilstürmern wie Gomez, Klose und Kießling", sagte Löw über die Vorzüge von Jeronimo Maria Barreto Claudemir da Silva, der vor zehn Jahren nach Deutschland gekommen ist und zunächst mal in der Landesliga bei Türk Gücü in München auf sich aufmerksam machte.

Cacau selbst, der in dieser Bundesliga-Saison noch nicht getroffen hat und beim VfB derzeit zwischen Rasen und Ersatzbank pendelt, sieht seine Perspektive in der Nationalelf trotz der momentanen Flaute beim VfB rosig. "Ich glaube, dass ich eine gute Chance habe, in Südafrika dabei zu sein. Ich will gegen Finnland meine Chance nutzen und dann auch wieder in der Bundesliga beweisen, dass ich zu Recht in der Nationalmannschaft spiele."

"Er gehört nach wie vor zu unseren 30 Spielern"

Auch Kießling, über dessen Nichtnomnierung für die WM-Qualifikationsspiele gegen Russland und Finnland kontrovers diskutiert worden war, könnte im November zu seinen Länderspielen drei und vier kommen.

"Er gehört nach wie vor zu unseren 30 Spielern, die wir für das WM-Turnier auf unserem Zettel haben", bestätigte der Bundestrainer. Der Bayer-Stürmer, mit sechs Treffern derzeit Führender in der Bundesliga-Torschützenliste, musste sich zuletzt in Geduld üben.

"Kann mit diesem Luxusproblem ganz gut leben"

Sein Leverkusener Kollege Helmes, der in der Nationalelf auf einem guten Weg Richtung Südafrika war, wurde durch einen Kreuzbandriss im Sommer zurückgeworfen und muss zunächst mal wieder im Club Fuß fassen, ehe er wieder von der WM-Endrunde träumen darf.

"Ich bin froh, dass ich bei den Stürmern eine große Auswahl habe. Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir uns gefragt, woher sollen wir die Stürmer nehmen. Deshalb kann ich mit diesem Luxusproblem ganz gut leben", äußerte Löw.