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Die einen träumen von der Europa League, die anderen fürchten den Abstieg: Im zweiten Sonntagsspiel der Bundesliga geht es um viel, wenn Eintracht Frankfurt Hertha BSC empfängt (Sonntag ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die Gastgeber aus der Mainmetropole stehen derzeit auf dem 9. Rang und haben 44 Punkte auf dem Konto. Vier Punkte trennen sie vom 6. Platz. Ein Sieg ist also Pflicht, wenn der Traum von Europa noch wahr werden soll.

Siege werden dringend benötig

"Wir wollen gegen Hertha BSC gewinnen und die gute Saison, die wir bisher gespielt haben, nicht herschenken", sagte Frankfurts Maik Franz, der nach seiner Gelbsperre wieder auflaufen kann.

Aber auch für die Berliner zählt nur ein "Dreier", wenn sie sich nicht aus der Bundesliga verabschieden wollen. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club Eintracht Frankfurt will Hertha-Trainer Friedhelm Funkel doch noch die Wende im Abstiegskampf der Bundesliga einleiten.

"Ich will nicht vorrechnen, wie viele Punkte wir noch holen müssen. Fakt ist, dass wir dringend Siege benötigen", sagte Funkel. Den Hauptstädtern könnte dabei aber die Tatsache in die Karten spielen, dass sich mit Nürnberg und Freiburg zwei Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg die Punkte gegenseitig wegnehmen. Zudem muss der Tabellen-Sechzehnte Hannover 96 bei Bayern München antreten.

Berliner sind selbstbewusst

Funkel muss bei diesem Vorhaben lediglich auf Roman Hubnik (Reha nach Knie-OP) und Florian Kringe, der sich am vergangenen Spieltag zum zweiten Mal in dieser Saison einen Mittelfußbruch zugezogen hatte, verzichten. Ansonsten stehen dem Berliner Übungsleiter alle Akteure für die Kaderplanung zur Verfügung. Die angeschlagenen Spieler Raffael (Fleischwunde an der Hand), Theofanis Gekas (Knöchel) und Gojko Kacar (Knie) wollen sich durchbeißen, um die letzten Chancen auf den Klassenverbleib zu wahren.

Die Hauptstädter sind sich des Endspielcharakters der Begegnung bewusst und blicken dem Saisonfinale selbstbewusst entgegen. "Wir befinden uns in der entscheidenden Phase dieser Bundesliga-Saison. Wir haben fünf Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16 und wollen diesen Abstand bis zum 34. Spieltag, im Idealfall sogar im Zuge der nächsten beiden Partien, egalisieren. Um das zu erreichen, helfen uns momentan nur Siege. Dementsprechend werden wir auftreten", gibt Manager Michael Preetz zu verstehen.

Trotz des hohen Drucks, der auf der Mannschaft lastet, werden in der Vorbereitung auf das Kräftemessen mit der Eintracht keine außergewöhnlichen Maßnahmen ergriffen und auf die mentale Stärke der Spieler vertraut. "Die Mannschaft hat sich unter der Woche im Training in einem sehr guten Zustand präsentiert und schon in den Spielen in Hannover oder Köln gezeigt, dass sie solchen Situationen in der Fremde gewachsen ist. Von daher werden wir keine speziellen Maßnahmen ergreifen", so Preetz.

Frankfurter trotz Verletzungssorgen in guter Verfassung

Frankfurts Trainer Michael Skibbe muss indes eine Reihe von Ausfällen kompensieren - so stehen ihm Sebastian Jung (Muskelfaserabriss an den Adduktoren), Christoph Spycher (Innenbandteilriss im Knie), Aleksandar Vasoski (Knie-OP), Zlatan Bajramovic (Achillessehnen-OP), Selim Teber (Oberschenkelzerrung) und Ioannis Amanatidis (Trainingsrückstand) nicht zur Verfügung.

Trotz der angespannten Personalsituation präsentierten sich die Frankfurter zuletzt in einer guten Verfassung - so haben sie neun von zwölf möglichen Punkten aus den letzten vier Partien geholt und konnten dabei unter anderem die Spiele gegen Bayer Leverkusen und Bayern München für sich entscheiden.

"Hertha tritt auswärts stark auf in den letzten Wochen. Sie sind weit unter Niveau platziert und es ist für sie eine der letzten Chancen. Zudem haben sie kein leichtes Restprogramm. Ich rechne fest damit, dass sie alle Zähne und Krallen zeigen werden, um Punkte zu holen. Wir versuchen, offensiv zu agieren ohne in einen Konter zu laufen", sagte Skibbe.

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