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Nach einer Gala-Vorstellung von Ivica Olic ist der Hamburger SV als Sieger der Gruppe F in die K.o.-Runde des UEFA-Pokals eingezogen. Der kroatische Torjäger war beim 3:1 (2:0)-Erfolg der Hanseaten über Aston Villa im letzten Vorrundenspiel der überragende Akteur und wurde von den begeisterten Fans mit Sprechchören gefeiert.

Sein Landsmann Mladen Petric hatte den HSV beim gelungenen Jahresabschluss gegen den englischen Premier-League-Club mit 1:0 in Führung gebracht (18.), bevor der 29-Jährige in der 30. und 56. Minute erhöhte. Für die Gäste reichte es am Ende nur zum Treffer von Nathan Delfounese (83.), bevor sein Teamkollege Steve Sidwell eine Minute später die Gelb-Rote Karte sah.

200. Tor im Europapokal

Insbesondere seinen zweiten Treffer erzielte Olic in Weltklasse-Manier. Beim 200. Tor der Hamburger Europapokal-Geschichte erlief er einen Befreiungsschlag von Joris Mathijsen über 70 Meter, schüttelte seinen Bewacher Carlos Cuellar ab, und ließ Torwart Brad Guzan keine Chance.

Durch den angestrebten Gruppensieg bekommen die Hamburger nun am Freitag (13 Uhr) bei der Auslosung in Lyon einen Gruppendritten zugeteilt und haben dabei den Vorteil, das Rückspiel am 26. Februar zuhause bestreiten zu können. Das Hinspiel wird am 18. oder 19. Februar ausgetragen.

Gegen die harmlosen Engländer hatte der HSV insgesamt wenig Mühe. Der Vierte der Premier League hatte auf zahlreiche Stars verzichtet, um sie für die weiteren Partien in der englischen Liga zu schonen. So ließ Trainer Martin O'Neill unter anderem die Nationalspieler Ashley Young, Gabriel Agbonlahor und Gareth Barry zuhause.

Nur Olic und Petric trafen

Die B-Elf von Villa war jedoch nie in der Lage, den Hamburgern Paroli bieten zu können. Der HSV-Sieg hätte mit ein wenig Glück sogar noch viel höher ausfallen können. So traf Marcell Jansen in der 45. Minute aus 20 Metern nur das Lattenkreuz. Nationalspieler Piotr Trochowski scheiterte zweimal (54., 60.) an Guzan.

Neben Olic war erneut Petric der herausragende Hamburger. Das kroatische Duo hat damit den Bundesligisten praktisch im Alleingang in die K.o.-Runde geschossen. Auch bei den Siegen in Zilina und Prag waren die beiden erfolgreich.