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Martin Jol und Bruno Labbadia treffen am Samstag (ab 15 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) zum ersten Mal mit ihren Mannschaften aus Hamburg und Leverkusen aufeinander. Und wie das so ist, wenn man sich noch nie begegnet ist, tauscht man man vor dem Spiel erst mal Höflichkeiten aus.

"Wir haben Leverkusen sehr gut beobachtet. Es ist meiner Meinung nach zurzeit eine der spielerisch stärksten Mannschaften der Bundesliga", sagte HSV-Coach Jol. Auch Bayer-Trainer Labbadia verteilte vor dem Duell im Norden artig Komplimente: "Der HSV ist für mich ganz klar ein Titelanwärter. Sie hatten vorher bereits eine gute Mannschaft und haben sich qualitativ, aber auch in der Breite gut verstärkt."

Zu den Hamburger Neuzugängen zählt Thiago Neves. Der Brasilianer trainierte in den vergangenen Tagen mit der Mannschaft und fühlt sich bereit für die Partie gegen die "Werks-Elf": "Ich bin wirklich sehr aufgeregt und freue mich auf das Spiel. Natürlich weiß ich nicht, ob ich spiele. Das entscheidet der Trainer, aber ich bin vorbereitet". Der zweite brasilianische Neuzugang Alex Silva ist aufgrund seines verspäteten Langezeitfluges aus Brasilien erst ab nächster Woche im Einsatz.

Dafür treten die Rheinländer an der Elbe wieder mit Nationaltorhüter Rene Adler zwischen den Pfosten an, der seine Schulterverletzung auskuriert hat. "Er ist gut vorbereitet und strahlt Zuversicht aus", berichtete Labbadia, der aller Voraussicht nach auf Gonzalo Castro (Muskelfaserriss) verzichten muss.


Werder Bremen - Energie Cottbus

Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage ist in Bremen der Befreiungsschlag gegen die sieg- und torlosen Gäste von Energie Cottbus geplant. Doch Trainer Thomas Schaaf warnte: "In vielen Köpfen geht es nur darum, wie hoch der Sieg ausfällt. Dass es aber gegen eine solche Formation besonders schwierig ist, haben schon andere Mannschaften erlebt."

"Sie agieren sehr defensiv, mit einem 4-2-3-1, bei dem sogar die '1', also die Spitze, weit hinten steht. Da wird also nicht viel Platz sein", schwant Schaaf. In der vergangenen Saison zog sich Werder mit zwei 2:0-Siegen gegen Energie gut aus der Affäre. In den zwei Jahren zuvor hatten die Bremer aber nur eine ihrer vier Partien gegen Lausitzer gewinnen können.

Immerhin lichtet sich bei Werder das Lazarett. Die zuletzt angeschlagenen Torsten Frings und Naldo stehen wieder zur Verfügung. Auch Per Mertesacker hat sich für die Partie fit gemeldet - genauso wie "Dauerflieger" Diego (Hier geht es zur Extra-Story). Der ekrankte Petri Pasanen fällt aus.

Stivic mit Magen-Darm-Problemen

Bei den Cottbusern stand in der Punktspielpause der Torabschluss im Vordergrund. "Unser Angriffsspiel muss zwingender werden" fordert Energie-Trainer Bojan Prasnikar im bundesliga.de-Interview. Wichtig sei vor allem das Zusammenspiel in der Offensive, nicht etwa Einzelaktionen. "Erforderlich ist auch der Biss, mit aller Macht ein Tor erzielen zu wollen", führt FCE-Manager Steffen Heidrich fort.

Personell muss der Coach eine Hiobsbotschaft hinzunehmen. Igor Mitreski kann kurzfristig wegen einer Achillessehnen-Reizung nicht mitspielen. Schon länger bekannt ist der Ausfall von Stiven Rivic wegen einer Magen-Darm-Grippe.


Borussia Dortmund - Schalke 04

"Dortmund gegen Schalke, das ist kein normales Fußballspiel. Und deshalb sollten wir auch nicht so tun, als wäre es dennoch eins", meinte BVB-Coach Jürgen Klopp, der wie sein Schalker Kollege Fred Rutten dem ersten Derby auf der Bank entgegenfiebert. "Seit Wochen wird uns im Minutenrythmus erklärt, was das Derby bedeutet. Inzwischen gibt es für mich 1000 gute Gründe zu gewinnen", ergänzte Klopp.

"Für die Fans ist es das Spiel des Jahres. Als Trainer muss ich das natürlich nüchterner sehen, denn für den Erfolg einer Saison ist im Prinzip jedes Spiel gleich wichtig", meinte Schalkes Coach Rutten, der den Peruaner Jefferson Farfan wieder aufbieten kann, aber ein Torhüter-Problem zu bewältigen hat. Ein Fragezeichen steht hinter der Torwartsituation. Ralf Fährmann könnte zu seinem Bundesliga-Debüt kommen, aber etwas überraschend steht Manuel Neuer im Kader für das Derby. Orlando Engelaar (Knieverletzung) wird erneut ausfallen.

Dagegen feiert bei den Borussen die etatmäßige Nummer eins Roman Weidenfeller sein Comeback. Außerdem werden die langzeitverletzten Alexander Frei, Tinga und Delron Buckley wieder dabei sein.

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1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart

Wenn Neuling 1899 Hoffenheim den VfB Stuttgart empfängt, kommt es zum ersten Baden-Württemberg-Derby zwischen diesen beiden Mannschaften in der Bundesliga. Aufsteiger-Coach Ralf Rangnick, einst Trainer bei den Schwaben, hat im Angriff die Qual der Wahl. Möglicherweise wird er versuchen, mit drei Spitzen den Platz im oberen Tabellendrittel zu festigen.

Die Verletztenliste des VfB ist lang. Trotzdem sucht VfB-Cheftrainer Armin Veh vor dem Duell Hoffenheim nicht nach Ausreden: "Auch wenn wir auswärts spielen und ein paar Probleme haben, können wir die Favoritenrolle annehmen. Ich halte nichts von Understatement."

Daran ändert auch der Umstand nichts, dass mit Pavel Pardo (Bänderriss im Knie) Yildiray Bastürk (Muskelfaserriss) und Marco Pischorn (Aufbautraining nach Wadenbeinbruch) drei Mann sicher ausfallen werden. Vor allem im Sturm drückt der VfB-Schuh: Cacau, Ciprian Marica und Danijel Ljuboja sind angeschlagen, neben Nationalstürmer Mario Gomez steht nur Manuel Fischer sicher zur Verfügung.

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1. FC Köln - Bayern München

Beim Deutschen Meister Bayern München muss Franck Ribery (Syndesmoseriss) sein Comeback verschieben, im Auswärtsspiel beim Aufsteiger 1. FC Köln fehlt der Franzose noch. Dennoch ist der zweite Sieg Pflicht. Seinen Beitrag leisten möchte natürlich auch der Ex-Kölner Lukas Podolski. Doch ihm droht wie schon in den Wochen zuvor zunächst die Ersatzbank. Sein Bundesliga-Debüt wird voraussichtlich der Italiener Massimo Oddo geben.

Der FC muss auf Kapitän Ümit Özat verzichten. Der Türke, der vor zwei Wochen in Karlsruhe zusammengebrochen war, fällt mit einer Herzmuskelentzündung noch mindestens sechs Wochen aus. Als Nachfolger für Özat bestimmte Christoph Daum Milijove Novakovic als Kapitän. Die Kölner hoffen dennoch auf den ersten Heimsieg gegen die Bayern seit dem 1. April 1995 (3:1).

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Hertha BSC Berlin - VfL Wolfsburg

Zum 23. Mal trifft der VfL Wolfsburg in der Bundesliga auf Hertha BSC Berlin. In den vergangenen Jahren gab es für die "Wölfe" nicht viel zu holen. Die vergangenen fünf Partien verlor der VfL in der Hauptstadt. "Wir haben auch in der vergangenen Saison beim 1:2 in Berlin nicht so gut ausgesehen, deswegen wird es Zeit, dass wir mal als Sieger vom Platz gehen", gibt sich Marcel Schäfer optimistisch.

Das wird jedoch nicht so einfach. "Berlin will wieder ins internationale Geschäft, von daher ist das für uns eine ganz wichtige Partie. Denn es geht auch darum, einem direkten Konkurrenten keinen Vorsprung zu geben", so Cheftrainer Felix Magath. Leichter gesagt als getan, denn mit der Last-Minute-Verpflichtung Andrej Voronin hat sich die Hertha qualitativ wesentlich verstärkt.

Josue leicht angeschlagen

Ob der Neuzugang nach nur einer Trainingseinheit von Beginn an stürmt, ließ Hertha-Coach Lucien Favre offen. Neben den Langzeitverletzten Christian Fiedler, Lucio und Amine Chermiti fehlt den Berlinern weiter Nachwuchstalent Lennart Hartmann (Adduktorenprobleme).

Wolfsburgs Trainer Felix Magath kann personell fast aus dem Vollen schöpfen. Josue ist leicht angeschlagen, wird aber wohl dennoch zum Einsatz kommen. Alternativ könnte Sascha Riether ins defensive Mittelfeld rücken. Hinter dem Einsatz von Jan Simunek steht aufgrund eines grippalen Infektes ein großes Fragezeichen.