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Köln - Zu den wichtigsten Aufgaben eines Fanbeauftragten gehört zweifellos die Fähigkeit überzeugend zu kommunizieren. Schließlich sehen sich die Fanbeauftragten in ihrer Arbeit permanent einer ganzen Reihe unterschiedlicher Interessensgruppen gegenüber: Clubs, Fans, Sicherheits- oder Ordnungsdiensten.

Im Zuge seiner Fanbeauftragten-Qualifizierung, die gleichzeitig als Bestandteil des Zehn-Punkte-Plans für mehr Sicherheit im Fußball gilt, hatte die DFL Deutsche Fußball Liga ein zweitägiges Training "Kommunikation und Gesprächsführung" am 8. und 9. November in Berlin organisiert.

Konflikte im Fanumfeld lösungsorientiert aufarbeiten

20 Fanbeauftragte der DFL-Clubs befassten sich mit Grundlagen der Gesprächsführung und -moderation. Mit dem Ziel, Konflikte im Fanumfeld lösungsorientiert aufzuarbeiten. Gerd Graus, Leiter strategische Kommunikation bei Hertha BSC Berlin, sowie der Moderator und Schauspieler Jan Marc Kochmann führten durch das Programm.

"Ein Ziel des Trainings ist zunächst das klare Herausarbeiten der verschiedenen Rollen und der Rollenverständnisse verschiedener Interessensgruppen. Die Fanbeauftragten sollen sich dadurch bewusst werden: Wie erscheine ich persönlich bei meinem Gegenüber? Und was kann ich bei der Kommunikation mit meinem Gegenüber in bestimmten Situationen schon antizipieren? Durch erlernte Kommunikations- und Fragetechniken lassen sich so Konflikte eher vermeiden", sagt Thomas Schneider, Koordinator Fanangelegenheiten der DFL.

Sicheres Auftreten verbessern

Die Teilnehmer wurden immer wieder mit praxisnahen Situationen konfrontiert, um eine richtige Gesprächsführung zu üben und um Gestik, Betonung und sicheres Auftreten zu verbessern. Große Aufmerksamkeit fand vor allem das Training zur richtigen Vorbereitung auf ein Interview oder einen Fernsehauftritt.

Gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund hatte die DFL den Zehn-Punkte-Plan für mehr Sicherheit im Fußball im April 2010 gegenüber Vertretern der Politik aus Bund, Ländern und Kommunen vorgestellt. Kernpunkte sind die Verbesserung der Kommunikation, der weitere Ausbau der präventiven Fanarbeit sowie die wissenschaftliche Begleitung der Maßnahmen durch ein Expertenteam.