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Nachdem der 1. FC Köln dem zuvor gefürchteten "Favoritenkiller" Eintracht Trier ausgeschaltet hatte, träumte Lukas Podolski schon vom Endspiel. "Berlin ist ein Traum. Klar schielt man auf das Finale. Es sind nur noch zwei Spiele bis dahin", sagte der Nationalspieler im Anschluss an das mühelose 3:0 (2:0) des Bundesligisten im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Regionalligisten.

Die Hoffnungen Podolskis auf den Finaleinzug kommen nicht von ungefähr. Schließlich hat der FC durch den Erfolg beim Team von Trainer Mario Basler, das zuvor Erstligist Hannover 96 sowie Zweitliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld aus dem Wettbewerb geworfen hatte, zum ersten Mal seit der Spielzeit 2002/03 wieder das Viertelfinale erreicht.

"Die Chance auf das Endspiel ist groß"

Den Kölnern winkt erstmals seit der Teilnahme am UEFA-Cup in der Saison 1992/93 wieder das internationale Geschäft. Deshalb war auch für Torschütze Youssef Mohamad das Träumen bereits erlaubt.

"Die Chance auf das Endspiel ist groß. Es ist mein Traum, mit dem FC eines Tages international zu spielen. Vielleicht wird der Traum bald wahr", erklärte der Innenverteidiger, der mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 (29.) vor 10.800 Zuschauern im ausverkauften Moselstadion bereits vor der Pause für die Vorentscheidung gesorgt hatte.

Neben Mohamad trafen der slowenische Torjäger Milivoje Novakovic (25.) und der Portugiese Maniche (52.), der bei der Rückkehr in die Mannschaft nach seiner Sperre eine starke Vorstellung ablieferte.

Basler sieht seinen Job in Gefahr

"Er hat sich gut eingefügt. Seine Pässe nach vorne haben wir gebraucht", kommentierte Podolski das Comeback Maniches beim Viertligisten aus Trier, der in der Spielzeit 1997/98 nach Siegen gegen die damaligen Europapokal-Sieger Schalke 04 sowie Borussia Dortmund bis ins Halbfinale vorgestoßen war und so den Ruf des Pokalschrecks begründet hatte.

Diesem Ruf wurden die Trierer gegen Köln allerdings nicht gerecht. Nach nunmehr fünf Pflichtspiel-Pleiten in Folge und 395 Minuten ohne Torerfolg muss Basler um seinen Job bangen. Das weiß der Ex-Nationalspieler auch selbst: "Wenn man vier oder fünf Spiele in Folge verliert, dann ist jeder Trainerposten in Gefahr."