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Der wieder erstarkte BVB zählt zu den positiven Überraschungen der laufenden Saison. Für Ex-Borusse und Ruhrpott-Original Frank Mill trägt der Erfolg vor allem einen Namen.

Frage: Sind Sie überrascht, wie gut es für die Dortmunder bislang läuft?

Frank Mill: Ja, das hatte ich offen gesagt so nicht erwartet. Jürgen Klopp hat schon einiges bewegt, zumal er gar nicht so viele Spieler kaufen konnte. Er hat Neven Subotic mitgebracht und Mohamed Zidan geholt, ansonsten hat sich der Kader nicht groß verändert. Insofern hätte ich nicht damit gerechnet, dass sie aktuell so weit oben mitspielen.

Frage: Sie galten in ihrer aktiven Zeit als durchaus streitbarer Profi, der sich schon mal mit dem Trainer anlegte. Wären Sie mit Jürgen Klopp wohl klargekommen?

Mill: Das hängt auch immer ein wenig mit dem Alter zusammen. Es ist ein Unterschied, ob man Anfang 20 ist oder ein gestandener Profi jenseits der 30. Mit der Zeit verändern sich die Ansichten und da gibt es schon mal schneller Ärger. In meinen jungen Jahren bin ich nicht so viel angeeckt, das kam erst später. Da habe ich mich allerdings, das muss ich zugeben, das eine oder andere Mal mit meinen Trainern zerstritten. Ich habe halt deutlich meine Meinung und als Kapitän letztlich meine Mannschaft vertreten.

Frage: Sie kennen Michael Frontzeck aus gemeinsamen Zeiten bei Borussia Mönchengladbach. War ihm der trockene Humor damals schon zu eigen?

Mill: Michael hat auch in meinen Fußballschulen gearbeitet. Ich habe ja 52 Kinder- Fußballschulen, in denen ich ausschließlich Ex-Profis beschäftige. Den Humor hatte er immer schon. Er ist süffisant, ein bisschen ironisch und nimmt sich auch gerne selbst auf die Schüppe. Der Michael ist ein ganz anständiger Kerl.