ANZEIGE

Borussia Dortmund hat trotz der Hinspiel-Pleite gegen Udinese Calcio die Hoffnung auf das Weiterkommen noch nicht aufgegeben (Do., ab 20:30 Uhr im Live-Ticker).

Mit neuem Mut und der Hoffnung auf ein kleines Fußball-Wunder startete Borussia Dortmund in Richtung Italien. Noch vor dem Abflug zum Erstrunden-Rückspiel des UEFA-Pokals am Donnerstag bei Udinese Calcio stellte Trainer Jürgen Klopp klar: "Das wird keine Kaffeefahrt. Wir werden alles versuchen und sehen, was möglich ist." Eine erfolgreich Aufholjagd nach dem 0:2 im Hinspiel wäre hingegen für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine "außergewöhnliche Sensation".

165. Europacup-Spiel des BVB

Gruppenphase und Zusatzeinnahmen sind für die Westfalen nach der desolaten Vorstellung zwei Wochen zuvor in weite Ferne gerückt, der insgesamt 165. Europacup-Auftritt der Vereinsgeschichte dürfte somit vorerst der letzte sein.

Doch nach der überstandenen Mini-Krise und den beiden Vorstellungen im Pokal gegen Hertha BSC Berlin (2:1) und der Gala am vergangenen Samstag gegen den VfB Stuttgart (3:0) hochmotiviert, meinte Torjäger Alexander Frei: "Wenn man nicht glaubt, dass etwas geht, kann man sich die vielen tausend Euro Flugkosten sparen."

Hoffen auf ein frühes Tor

Zwei Treffer gegen den derzeitigen Dritten der italienischen Serie A sind für das Erreichen der Verlängerung Pflicht. Zusätzlich muss hinten die Null stehen. Entsprechend wäre ein frühes Tor ganz nach dem Geschmack der Borussia. "Das würde uns beflügeln und Udine verunsichern", sagte Mittelfeldakteur Tamas Hajnal im kicker. "Dann würde es noch einmal richtig spannend", ergänzte Klopp.

Eines steht fest, so der BVB-Coach, derartige Disziplinlosigkeiten und taktische Fehler wie im Hinspiel werde sich seine Mannschaft nicht noch einmal erlauben. Da wurde der BVB von routinierten und cleveren Gästen lehrbuchmäßig ausgekontert.

Frei von Beginn an

Auf die allgemeine Verunsicherung und den drohenden Absturz nach dem anschließenden 1:4 in der Bundesliga beim Neuling 1899 Hoffenheim regierte die Borussia jedoch mit imponierendem Kampfgeist.

Die Dortmunder hoffen, dass sich der Aufwärtstrend in Udine vorsetzt. Ihre Chance, die sie anscheinend nicht haben, wollen sie mit einer verstärkten Offensive nutzen. Höchstwahrscheinlich wird der Schweizer Frei, den Klopp nach viermonatiger Verletzungspause kontinierlich aufbauen will, von Beginn an stürmen.

Klimowicz fällt aus

Möglicherweise muss deshalb der Brasilianer Tinga zunächst auf die Bank. Allerdings soll der Vertrag mit dem Mittelfeldspieler über die Saison hinaus bis 2010 verlängert werden. Das bestätigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor dem Abflug.

Verzichten muss der BVB auf Diego Klimowicz. Der Argentinier laboriert an einer Adduktorenverletzung. Ob der 34-Jährige auch im Punktspiel am Sonntag gegen Hannover 96 wieder zur Verfügung stehen wird, steht noch nicht fest. "Es besteht eine kleine Hoffnung, dass er dabei sein wird", meinte Trainer Jürgen Klopp.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Udinese: Handanovic - Ferronetti, Coda, Domizzi, Lukovic - Inler, D'Agostino, Isla - Pepe, Floro Flores (Quagliarella), Sanchez (Di Natale)

Dortmund: : Weidenfeller - Lee, Subotic, Kovac (Santana), Schmelzer - Kehl - Blaszczykowski, Kringe - Hajnal - Frei, Valdez