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München - Mit großem Respekt, aber auch einer gehörigen Portion Selbstvertrauen will der SC Freiburg im Heimspiel gegen den FC Bayern München ein Ausrufezeichen setzen (Sa., ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Ein Umstand, der nach der 2:3-Niederlage beim VfL Wolfsburg nicht zwangsläufig zu erwarten war, trotz der ansprechenden Leistung aber nicht ganz unbegründet scheint.

Denn nicht nur Felix Magath war nach dem knappen Erfolg seiner Mannschaft vom Engagement der Freiburger angetan: "Wir müssen anerkennen, dass Freiburg die bessere Mannschaft war und wir Glück gehabt haben", resümierte der Wolfsburg-Coach. Die Enttäuschung ob des verfehlten Punktes hielt nur kurz an - Trainer Christian Streich richtete den Blick nach vorne: "Die Mannschaft präsentiert sich so, dass ich eine große Freude habe, sie trainieren zu dürfen. Deshalb tut es mir leid, dass sie den einen Punkt, den sie sich verdient hätte, nicht bekommen hat."

Hinspiel noch in den Köpfen

Doch trotz der deutlichen Leistungssteigerung schweben die Ereignisse vom Hinspiel in der Allianz Arena wie ein Damoklesschwert über dem Tabellenletzten der Bundesliga. Mit . Eine Schmach, die sich Streich im September vergangenen Jahres als Co-Trainer anschauen musste: "Es war für Bayern damals ein ganz wichtiges Spiel, das sie unbedingt erfolgreich gestalten mussten, um danach gut in die Champions League zu starten. Der Gegner war absolut fokussiert. Für uns war das natürlich ein schwieriger Tag, wenn man Fußballer ist und so etwas erlebt."

Überhaupt scheinen die Bayern für den SC Freiburg ein rotes Tuch zu sein. Die letzten zwölf Partien in der Bundesliga gingen gegen die Münchner allesamt verloren. Die Hoffnung auf eine Überraschung gibt Freiburg trotzdem nicht auf. Streich sieht Möglichkeiten, "diese Weltklassespieler bestmöglich zu verteidigen". Ziel soll es sein, kaum offensive Aktionen des so spielstarken Mittelfelds zuzulassen. Wenn das gelingt, ist laut Streich einiges drin: "Wir freuen uns auf das Spiel und versuchen, ein Ergebnis zu holen, das uns dann auch einen Punkt bringt - mindestens."

Bayern schauen auf sich - Robben Startelfkandidat

Beim FC Bayern nimmt man derartige Kampfansagen eher gelassen zur Kenntnis. Zwar beschrieb Trainer Jupp Heynckes die seit drei Spielen sieglosen Freiburger als "sehr laufstark, sehr aggressiv und unbekümmert", doch der Tabellenzweite schaut, ungeachtet der momentanen Gegner, viel lieber auf sich selbst. Dabei warnt der Trainer davor, die Bundesliga als lästige Pflicht anzusehen - spielt der FC Bayern doch am kommenden Mittwoch im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Basel: "Es verbietet sich, jetzt schon an Basel zu denken. Im Moment können wir uns nicht erlauben, in der Liga kürzerzutreten. Wir müssen weiter siegen."

Ob beim erneuten Angriff auf die Tabellenspitze Änderungen in der Startelf vorgenommen werden, ließ er offen. Jedoch hob er unter der Woche auffällig oft die guten Trainingseindrücke von Arjen Robben hervor - eine Rückkehr in die Startelf nach zwei Spielen auf der Bank scheint für den Niederländer in greifbarer Nähe.



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