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Der FC Bayern München zeigt im zweiten Durchgang in Old Trafford eine kämpferisch einwandfreie Leistung und zwingt Manchester United mit taktischer Disziplin und Beharrlichkeit in die Knie. Wie sich die Bayern-Spieler präsentiert haben, zeigt bundesliga.de in der Einzelkritik!

Jörg Butt: Der Keeper sah beim 0:1 schlecht aus, hatte durch Daniel van Buyten aber erst spät freie Sicht auf den Ball. Bei den weiteren Gegentoren war er chancenlos. In der zweiten Halbzeit rettete er ein Mal mit einer tollen Handabwehr im kurzen Eck gegen Nani. Ein solide Leistung des Routiniers.

Holger Badstuber: Der junge Linksverteidiger hat heute seine Grenzen aufgezeigt bekommen. In der ersten Halbzeit war er überfordert, fing sich aber im zweiten Durchgang. Insgesamt gewann er nur drei von zehn Zweikämpfen am Ball, selbst in der Luft verlor er zwei von vier Duellen Bei seinem Foul gegen Valencia in der 54. Minute hatte er aber Glück, dass Rizzoli nur Gelb zeigte. Die bedeutet jedoch trotzdem eine Pause im Hinspiel gegen Lyon.

Martin Demichelis: Hatte Probleme, das hohe Tempo in der Anfangsphase mitzugehen, bewahrte sein Team aber mit der eine oder anderen Grätsche vor Schlimmerem. In der zweiten Halbzeit war er besser im Spiel. Der Argentinier hatte insgesamt vier klärende Aktionen

Daniel van Buyten: Für ihn gilt das Gleiche, wie für Martin Demichelis. Beim 0:1 ließ er Gibson zu viel Platz und nahm er Butt die Sicht. Van Buyten gewann nur zwei seiner vier Zweikämpfe. In der zweiten Halbzeit konnte sich der Belgier dann sogar offensiv einbringen.

Philipp Lahm: der Nationalspieler hatte mit Nani alle Hände voll zu tun. Er hatte die meisten Ballkontakte auf dem Platz (101), gewann aber nur zwei seiner sieben Zweikämpfe am Ball. Erst im zweiten Durchgang konnte sich Lahm offensiv mit einschalten und zeigte ein durchschnittliches Spiel.

Mark van Bommel: Er versuchte in den ersten 45 zu lenken, was nicht zu lenken war. Der Kapitän war defensiv stets gefordert, gewann jedoch nur vier seiner neun Zweikämpfe - im Hinspiel hatte er noch als einziger Spieler in der Partie jeden seiner Zweikämpfe für sich entschieden. Seine dritte Gelbe Karte ist bitter, fehlt er doch im ersten Halbfinalspiel gegen Lyon.

Bastian Schweinsteiger: Auch er war im ersten Durchgang ständig defensiv gefordert und konnte erst nach dem Seitenwechsel auch offensive Akzente setzen. Sieben von 14 Zweikämpfe gewann der Mittelfeldspieler. Seine Fernschüsse kamen nur selten aufs Tor.

Franck Ribery: In der ersten Halbzeit kaum zu sehen, da Rafael ihn voll im Griff hatte. Seine Bilanz: Nur einen von sieben Zweikämpfen gewonnen. Durch das Foul an ihm sah Rafael jedoch Gelb-Rot und musste runter. Danach hatte der Franzose Platz und bereitete schließlich das 2:3 durch Arjen Robben per Eckstoß vor.

Arjen Robben: Der Mann des Spiels! Erst nach der Pause kam der Niederländer auf rechts zur Geltung, da er dann mehr Platz hatte. Immer wieder suchte er den Abschluss, was ihm in der 74. Minute in Weltklassse-Manier gelang. Ohne Robben wärend ie Bayern wohl nicht im Halbfinale.

Thomas Müller: Der Jungnationalspieler war kaum zu sehen, setzte sich vor Olics Treffer zum 1:3 aber gut im Luftduell gegen Ferdinand durch und bereitete so den wichtige Treffer vor der Pause vor. Schließlich musste er zum Wiederanpfiff aber für Gomez weichen - verständlich.

Ivica Olic: Der typische Olic! Der Kroate ackerte und lief bis zum Umfallen. Beim 1:3 zeigte er erneut den unbedingten Willen, sich gegen Carrick durchzusetzen und das wichtige 1:3 zu erzielen. Insgesamt gab der Stürmer zwei Torschüsse ab und legte einen auf.

Mario Gomez: Der Nationalspieler kam zum Wiederanpfiff für Müller und brachte mehr Sicherheit in das Angriffsspiel der Bayern. Gomez kam zwar nur ein Mal zum Abschluss,der fast zu einem Tor geführt hätte, war aber stets anspielbar und brachte Unruhe in ManUs Hintermannschaft.

Hamit Altintop: Der Türke kam in der 75. Minute für Robben ins Spiel, sollte für Stabilität sorgen und bewirken, dass das 2:3 über die Zeit gebracht würde. Das hat geklappt und Altintop hat seine Defensivaufgabe ordentlich gelöst.

Danijel Pranjic: In der 84. Spielminute ersetzte er seinen Landsmann Ivica Olic und hatte kaum Gelegenheit, zu glänzen, da das Spiel nur noch noch knappe acht Minuten andauerte.