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Mit Kaka als Führungsspieler landete Rekord-Weltmeister Brasilien einen Kantersieg in der WM-Qualifikation für das Turnier in Südafrika 2010.

Von der Rolle als "Heilsbringer" wollte der Weltfußballer im Vorfeld nichts wissen, doch der Star vom AC Mailand war bei seinem Comeback in der brasilianischen "Selecao" nach elf Monaten mit dem Führungstor nach fünf Minuten der Wegbereiter zum 4:0 (3:0) in Venezuela. "In dieser Form wird es schwierig, Brasilien zu schlagen", tönte Kaka.

"Selecao" überholt Argentinien

In der Tabelle der südamerikanischen Eliminatorias schob sich der WM-Rekordchampion mit 16 Zählern wieder an den punktgleichen Argentiniern vorbei.

Das Duo jagt den vier Punkte enteilten Spitzenreiter Paraguay. Zum Abschluss des letzten Hinrunden-Spieltages hielt auch Ecuador durch ein 1:0 (0:0) gegen Chile seinen WM-Traum wach und kämpft momentan nun mit drei weiteren Teams um das vierte Direktticket zur Endrunde.

Magenschmerzen vom Kaffee?

Das Schützenfest der Brasilianer könnte für Venezuela noch ein Nachspiel haben. Gleich vier "Selecao"-Spieler klagten während der Partie über Übelkeit. Der Münchner Lucio musste sich wie Elano in der Pause übergeben. Auch Maicon und Gilberto Silva machten Magenschmerzen zu schaffen. Ein im Mannschaftshotel servierter Kaffee soll angeblich der Auslöser gewesen sein.

"Das war ein Versuch, Brasilien zu schädigen, aber wir haben uns durchgerungen", erklärte Brasiliens Kapitän Lucio. Teamarzt Rodrigo Lasmar sprach von einer Lebensmittelvergiftung, wollte den Gastgebern aber keine böse Absicht unterstellen und gab allen vier Kranken für die Partie am Mittwoch in Rio de Janeiro gegen Kolumbien grünes Licht.

Drei Tore in 20 Minuten

Als sich das Unwohlsein einstellte, war die Partie vor 40.000 Zuschauern in San Cristobal zudem längst entschieden. Bei seinem ersten Vorstoß markierte Kaka gleich die Führung. Robinho (9.) und Adriano (19.) versetzten den "Weinroten", die bei einem Test im Juni in Boston (USA) noch 2:0 gesiegt hatten, den frühzeitigen K.o.

Im Schongang kam die Dunga-Elf, in der auch der Wolfsburger Josue gut 75 Minuten mitspielte, erneut durch Robinho (67.) zum vierten Tor.

Kaka und Robinho Garanten für den Erfolg

Einen bitteren Nachgeschmack hatte das Schützenfest auch noch für Adriano. Der Stürmer von Italiens Meister Inter Mailand beendete zwar seine seit der WM-Endrunde 2006 anhaltende Torflaute in der "Selecao", muss gegen Kolumbien aber eine Gelbsperre absitzen.

Seine Sturmkollegen Kaka und Robinho agierten in der Ära Dunga zum 17. Mal zusammen auf dem Platz und sind dabei mit 13 Siegen und vier Remis Garanten für den Erfolg.

Sperren statt Punkte für Chile

Ohne Punkte und mit vier gesperrten Spielern für das Heimspiel am Mittwoch gegen Argentinien kehrte Chile, für das der Leverkusener Arturo Vidal auflief, aus der Höhe von Quito zurück.

Ismael Fuentes (19.) und Gonzalo Jara (83.) fallen nach ihren Roten Karte gar länger aus. Christian Benitez (71.) sorgte für Ecuadors Siegtor, ehe fünf Minuten später sein Teamkollege Luis Valencia ebenfalls vom Platz gestellt wurde.