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Köln - Nach sieben Jahren beim SC Freiburg wechselte Jonathan Schmid in diesem Sommer zur TSG 1899 Hoffenheim. Der robuste, torgefährliche Mittelfeldspieler will im Kraichgau den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. Im Interview mit bundesliga.de spricht der 25-Jährige über seine Erwartungen, die Unterschiede zwischen den beiden Vereinen und das harte Auftaktprogramm.

bundesliga.de: Jonathan Schmid, Sie haben inzwischen die ersten Wochen in Hoffenheim erlebt. Welche Eindrücke haben Sie dabei gewonnen?

Jonathan Schmid: Ich fühle mich sehr wohl hier. Wir haben eine sehr gute Mannschaft.

bundesliga.de: Wie haben Sie sich über Hoffenheim informiert, bevor Sie in den Kraichgau gewechselt sind? Haben Sie auch mit Ihrem früheren Kollegen Oliver Baumann gesprochen?

Schmid: Ja, ich habe mit ihm gesprochen. Er hat gesagt, dass Hoffenheim ein super Verein ist, in dem man sich weiterentwickeln kann. Und natürlich habe ich auch schon vorher im Fernsehen verfolgen können, dass Hoffenheim einen guten Fußball spielt.

bundesliga.de: Wie liefen die Gespräche mit Trainer Markus Gisdol? Welche Qualitäten schätzt er an Ihnen?

Schmid: Ihm gefällt, dass ich torgefährlich bin und viele Vorlagen gebe. Auch die Laufwege nach vorne sind ihm wichtig.

"Es war an der Zeit für einen Wechsel"

bundesliga.de: Welche Unterschiede zwischen dem SC Freiburg, Ihrem Ex-Verein, und der TSG Hoffenheim fallen Ihnen vor allem auf?

Schmid: Das Gegenpressing. Wir müssen nach Ballverlust direkt pressen und versuchen, den Ball zurückzuerobern.

bundesliga.de: Wie schwer ist es Ihnen gefallen, nach dem Abstieg des SC Freiburg nach den vielen Jahren den Verein zu verlassen?

Schmid: Ich hatte unabhängig vom Abstieg gesagt, dass ich den Verein verlassen wollte, um den nächsten Schritt zu machen. Es war jetzt an der Zeit für mich. Ich finde es aber sehr schade, dass Freiburg abgestiegen ist. Jetzt bin ich aber in Hoffenheim und konzentriere mich ganz auf die TSG.

bundesliga.de: Sie haben in Freiburg schon international gespielt. Wie sieht dann in Hoffenheim der "nächste Schritt" aus? Trauen Sie der TSG den Einzug ins internationale Geschäft zu?

Schmid: Ich denke, es ist noch etwas zu früh für mich, von Saisonzielen zu sprechen. Das Team hat auf jeden Fall Potenzial. Wenn wir uns ins vordere Mittelfeld spielen können, wäre das sicher okay. Die Top-6 –Klubs sind von ihrer Schlagkraft her, gerade was die finanziellen Möglichkeiten angeht, weit entfernt. Aber jetzt wollen wir erst einmal alles geben und ins Trainingslager gehen. Dort bereiten wir uns vor und schauen dann weiter. Wir haben in Hoffenheim viele gute Spieler, die schon international gespielt haben. Von ihnen kann ich sicher noch viel lernen.

"Ich freue mich auf Norwegen"

bundesliga.de: Sie haben das Trainingslager angesprochen. Während die meisten Vereine in den Süden fahren, zieht es die TSG nach Norwegen. Waren Sie schon einmal in Norwegen? Wie sehr freuen Sie sich auf das Trainingslager?

Schmid: Ich war noch nie in Norwegen und freue mich sehr auf die Reise. Ich denke, dass wir dort ein gutes Trainingslager absolvieren werden. Wir haben bis jetzt schon gut gearbeitet, viel für die Kondition und Ausdauer getan.

bundesliga.de: Hoffenheim hat ein sehr hartes Auftaktprogramm in der Bundesliga erwischt. Erst geht es nach Leverkusen, dann kommen die Bayern. Viel schwerer hätte es auf dem Papier nicht kommen können. Oder sagen Sie sich, dass die Chancen gegen diese hochkarätigen Gegner am Saisonanfang größer sind, als mitten in der Saison?

Schmid: Das ist wirklich ein hartes Programm. Es wird sehr schwer. Aber wir sollten uns jetzt auch keinen großen Kopf machen, sondern dann in den Spielen einfach Gas geben. Ich denke, dass es kein großer Unterschied ist, wann man gegen diese Vereine antritt. Wir müssen einfach von Beginn an hellwach sein.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski