ANZEIGE

Mainz - Selbstvertrauen hat Johannes Geis schon immer gehabt. Und den Willen, seine Chance nutzen zu wollen. Als Geis im Juli 2013 nach seinem Wechsel von der SpVgg Fürth in Mainz vorgestellt wurde, erklärte er selbstbewusst, er wolle Stammspieler werden und eine ähnliche Entwicklung nehmen wie andere junge Spieler bei Nullfünf, die als Talente kamen und schnell etablierte Bundesligaspieler wurden.

16 Monate später ist Geis mit seiner Übersicht, seiner Passsicherheit, seinem strategischen Geschick und seiner Zweikampfstärke nicht mehr aus dem defensiven Mittelfeld der Mainzer wegzudenken. Dabei hat Geis, der am 17.08. 1993 in Schweinfurt zur Welt kam, seine Chance, die sich in Mainz für ihn bot, mit großer Überzeugung genutzt.

Profitiert hat der kleine und kräftige Techniker mit dem präzisen Schuss in seiner ersten Saison auch von der Verletzung von Julian Baumgartlinger, der fast eine ganze Runde ausgefallen war. Geis gab zu: "Ich habe von Julian Baumgartlingers Ausfall profitiert. Aber ich muss meinen Mitspielern ein Kompliment machen und ihnen danken. Ohne sie wäre ich nicht so stark gewesen. Sie haben mich immer gefördert und aufgebaut."

Unverzichtbares Stammpersonal

Der ehemalige Trainer Thomas Tuchel hat in gefördert und auch der neue Trainer ist von den Fähigkeiten des ehrgeizigen Mannschaftsspielers überzeugt. Auch unter dem Dänen gehört Geis zum unverzichtbaren Stammpersonal. Nun aber neben dem wieder genesenen Baumgartlinger, mit dem er eine starke Doppelsechs bildet - Geis ist dabei der kreative Aufbauspieler, Baumgartlinger der unermüdliche Rackerer. Geis hat es geschafft, einen so starken Konkurrenten wie Elkin Soto zu verdrängen.

Seine Qualitäten haben ihm mittlerweile vier Länderspieleinsätze in der deutschen U 21-Nationalmannschaft beschert.  Und auch bei Bundestrainer Joachim Löw ist er längst auf dem Radar, wenn es um Spieler mit einer Zukunft in der A-Elf geht.

Tobias Schächter