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Es ist der Kracher des 9. Spieltags. Der Erste trifft auf den Zweiten - Hamburg gegen Leverkusen (Sa., ab 18 Uhr im Live-Ticker). Jeder erwartet einen offenen Schlagabtausch der beiden torhungrigsten Teams der Bundesliga. Die "Werkself" kann dabei auf viele erfolgreiche Nationalspieler bauen.

Nach der, aus Bayer 04-Sicht durchaus erfolgreichen Länderspielpause hat beim Tabellenführer der Countdown für das Spitzenspiel beim Hamburger SV begonnen. Mit René Adler, Simon Rolfes, Tranquillo Barnetta, Eren Derdiyok und Arturo Vidal haben sich gleich fünf Spieler der "Werkself" mit ihren Nationalteams für die WM 2010 in Südafrika qualifiziert. Zudem hat Theofanis Gekas mit Griechenland den Sprung in die Relegation geschafft und in zwei Spielen fünf Tore erzielt.

"Sie haben auch große Strapazen hinter sich"

Dieser zusätzliche Schwung der euphorisierten Nationalspieler soll nun mit in das Topspiel des neunten Spieltags genommen werden. "Ich habe das alles registriert und auch mit Peter Hermann besprochen, dass das normalerweise eine zusätzliche Motivation sein muss. Sie kommen mit Erfolgen zurück und von dieser Seite her ist das sicherlich gut", freut sich Trainer Jupp Heynckes.

"Aber natürlich haben sie auch große Strapazen hinter sich, daher gilt es jetzt schnell den Akku aufzuladen", drückt der Coach ein wenig auf die Euphorie-Bremse. Heynckes muss nur drei von 13 Nationalspieler trösten muss. Assimiou Touré verpasste mit Togo die WM-Qualifikation und Lars Bender sowie Richard Sukuta-Pasu schieden mit Deutschland im Viertelfinale der U20-WM aus.

Renato Augusto oder Kroos?

Verletzt kehrte dagegen kein Nationalspieler nach Leverkusen zurück und so gibt es zumindest keine neuen Sorgenkinder. Trotz der zweiwöchigen Spielpause in der Liga reichte die Zeit aber nicht, um beispielsweise Linksverteidiger Michal Kadlec wieder fit zu bekommen. Der Tscheche wird der "Werkself" wohl ein paar weitere Wochen fehlen. Und auch der Einsatz von Renato Augusto ist erneut fraglich. Der Brasilianer steht zwar im Mannschaftstraining, hat aber weiter Probleme mit den Folgen seiner Wadenprellung.

"Er hat jetzt anderthalb Wochen trainiert und immer wieder Wehwehchen gehabt. Ich brauche in Hamburg Spieler, die absolut fit sind und das werde ich mir jetzt im Training noch mal ansehen. Toni Kroos arbeitet sehr intensiv, professionell und das wäre überhaupt kein Risiko", nennt der Bayer 04-Trainer auch gleich die Alternative für das Spitzenspiel.

"Hohes Tempo mit fußballerischer Qualität"

Die Fakten vor dem Duell Zwei gegen Eins sprechen für sich. Im Gleichschritt marschieren die Werkself und der Hamburger SV in der bisherigen Saison vorne weg. Gewann das eine Team, siegte auch das andere. Spielten die Norddeutschen unentschieden, kam auch die "Werkself" zu einem Remis.

Spannender kann eine Ausgangslage wohl kaum sein, sagt auch Jupp Heynckes: "Es treffen zwei kreative Mannschaften aufeinander, die beide eine offensive Spielphilosophie haben. Der HSV hat mir bisher sehr gut gefallen, sie haben die meisten Treffer erzielt und ist ein Gegner, der im eigenen Stadion schwer zu schlagen ist. Ich erwarte ein interessantes Spiel mit sehr hohem Tempo, mit fußballerischer Qualität und wir müssen eine Topleistung bringen, um gewinnen zu können."