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Dieser Spieler muss ein besonderer sein. Schließlich hatte Felix Magath ihn schon sehr lange auf seinem Zettel.

Nach einem zähen Ringen mit dem japanischen Club Vissel Kobe war die sportliche Führung des VfL Wolfsburg endlich erfolgreich: Yoshito Okube ist ab sofort ein "Wolf".

"Bereits vor ein paar Jahren aufgefallen"

"Okubo ist mir bereits vor ein paar Jahren aufgefallen", gibt VfL-Trainer und -Sportdirektor Magath zu. Intensiviert wurden die Kontakte dann im November vergangenen Jahres.

Mit japanischer Bescheidenheit spielt Okubo den Ball abseits des Rasens prompt zurück: "Es ist eine Ehre für mich, dass mich der Trainer schon so lange beobachtet."

Für die meisten Fans der Niedersachsen und in Fußball-Deutschland stellt sich nun die Frage, wer dieser aktuell vierte Japaner ist, der ab der bevorstehenden Rückrunde die Bundesliga bereichern will.

Traum von der "Königsklasse"

Die sportlichen Ziele des 26-Jährigen auf dem Platz dürften den VfL-Anhängern definitiv gefallen, sind sie vielmehr angriffslustig als bescheiden. "Mit dieser Mannschaft ist auch ein Titel drin. Mein Traum wäre es, einmal in der Champions League dabei zu sein", so Okubo. Bis zum 30. Juni 2011 hat er für diese beiden Vorhaben mit den "Wölfen" Zeit.

Und auch für die nahe persönliche Zukunft nimmt sich der Offensiv-Allrounder viel vor: "Ich möchte regelmäßig zum Einsatz kommen, und es wäre großartig, wenn ich viele Tore schießen könnte."

Durchbruch in Spanien verpasst

Diese Qualitäten hat er in den beiden Divisionen der J. League bereits bei Cerezo Osaka und Vissel Kobe bewiesen. 82 Tore in 178 Partien stehen für Okubo in der Heimat zu Buche. Im Nationaltrikot bestritt er 33 Spiele und erzielte fünf Treffer. Einen ersten Versuch im Ausland hat Okubo ebenfalls schon hinter sich. Zwischen 2005 und 2006 wurde er zum RCD Mallorca ausgeliehen. Trotz fünf Toren in 39 Spielen der spanischen Primera Division schaffte der Nationalspieler den vollständigen Durchbruch aber nicht.

Magath erhofft sich beim zweiten Anlauf in Europa viel von Okubo: "Er ist schnell, dribbelstark und technisch versiert. Okubo kann im Angriff alle Positionen besetzen, aber auch im offensiven Mittelfeld hinter den Spitzen spielen. Er wird unseren Fans und der Bundesliga viel Freude bereiten."

Hasebe als Vermittler

Den Einstieg in Wolfsburg und die Bundesliga soll ihm sein Landsmann Makoto Hasebe erleichtern. Beide kennen sich von einigen gemeinsamen Länderspielen. Magath vermutet, dass Mittelfeldmann Hasebe die Entscheidung Okubos für den Schritt nach Niedersachsen maßgeblich beeinflusst hat.

"Ich bin froh, dass sich Hasebe ihm gegenüber so positiv über den VfL und Wolfsburg geäußert hat", so der 55-Jährige: "Okubo wird sich bei uns bestimmt wohl fühlen."

Tim Tonner