ANZEIGE

Köln – Sophie Scheder (18) ist eine von bisher 319 Sportlern und Sportlerinnen, die über das Nachwuchseliteprogramm der Deutschen Sporthilfe durch die Bundesliga-Stiftung gefördert wurden. Beim Supercup wird die Silbermedaillengewinnerin der Europaspiele im Kunstturnen zusammen mit den Spielern ins Stadion einlaufen und die Kooperation von Bundesliga-Stiftung und Deutscher Sporthilfe präsentieren.

Infografik: Meilensteine der Partnerschaft von Profi-Fußball und Deutscher Sporthilfe

bundesliga.de: Frau Scheder, sie gehören zu den erfolgreichsten Nachwuchsturnerinnen in Deutschland. Wie groß ist der Trainingsaufwand, den Sie für Ihren Sport täglich betreiben müssen?

Sophie Scheder: Von Montag bis Samstag trainiere ich etwa sechs bis sieben Stunden täglich. Athletik, Kondition, die verschiedenen technischen Elemente, die ich bei meinen Geräten benötige. Ich mache Boden, Sprung, Schwebebalken und Stufenbarren. Und natürlich sind wir auch viel unterwegs zu Lehrgängen und Wettkämpfen. Mittlerweile habe ich fast mehr Wettkämpfe im Ausland als hierzulande, ob China, Japan oder Schottland.

bundesliga.de: Wie finanzieren Sie die vielen Reisen zu Trainings- und Wettkampfstätten?

Scheder: Wenn ich mit der Nationalmannschaft unterwegs bin, zahlt das der Deutsche Turnerbund, der uns auch einkleidet. Sonst muss ich auch viel selbst bezahlen, auch die Trainingsklamotten. Da hilft die Unterstützung durch den Olympiastützpunkt und die Deutsche Sporthilfe sowie die Bundesliga-Stiftung schon sehr. Darüber bin ich sehr dankbar. Ohne diese Förderung wäre Leistungssport nicht möglich. Persönliche Sponsoren gibt es bei uns nämlich nicht.

bundesliga.de: Lässt sich Ihr Sport mit einer beruflichen Karriere vereinbaren?

Scheder: Ich habe im vergangenen Jahr meinen Realschulabschluss gemacht. Seit November bin ich bei der Bundeswehr in der Sportförderkompanie. Bis nächstes Jahr kann ich mich da voll auf meinen Sport konzentrieren. Danach muss ich mich entscheiden, ob ich mit dem Turnen weitermache. Denn bei der Bundeswehr bekomme ich nur Gehalt, wenn ich zum Nationalkader gehöre.

bundesliga.de: Kann man mit Turnen durch Prämien, etc. Geld verdienen?

Scheder: Man verdient etwas, aber zum Überleben reicht das nicht. Das geht nur in den USA, da kassieren die Topathletinnen ganz gut. Bei uns gibt es nicht viel zu verdienen, selbst wenn man in den Wettbewerben regelmäßig gut abschneidet. Und für Frauen ist es noch schwerer als für die Männer. Die Jungs sind mit 25 Jahren auf ihrem sportlichen Höhepunkt, wir erreichen unsern Leistungshöhepunkt schon zwischen 16 und 19. Deshalb hören wir früher mit dem Turnen auf.

bundesliga.de: Am Samstag tragen Sie als Repräsentantin der Deutschen Sporthilfe beim Supercup einen der drei Trophäen ins Stadion. Wie groß ist die Vorfreude?

Scheder: Als ich den Anruf erhielt, dass ich einen der Pokale reintragen darf, war ich sprachlos, hatte Tränen in den Augen. Für mich ist das eine ganz große Ehre, bei diesem Event dabei sein zu dürfen. Zumal es auch noch in meiner Heimatstadt Wolfsburg ist, ich habe vor meinem Umzug nach Chemnitz selbst für den VfL Wolfsburg geturnt. Und früher bin ich öfter mit meinen Eltern zu Spielen des VfL gegangen. Ich bin Fan der Wölfe und der Bayern, deshalb ist dieses Spiel für mich der Hammer.

Spitzensport verbindet - Supercup im Zeichen der Sporthilfe-Partnerschaft