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Wolfsburg - Nach dem 4:1 über Bayer 04 Leverkusen stellte sich ein blended aufgelegter Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg den Medienvertretern. Der 22-Jährige war an den ersten vier Toren maßgeblich beteiligt.

Zwei Tore erzielte Rodriguez mit seinem ersten Doppelpack in der Liga selbst. Das 2:1 legte der Außenverteidiger Mitspieler Vierinha maßgerecht auf den Kopf, sodass der gar nicht anders konnte, als den Ball ins Tor zu befördern. "Das ist dein Tor", hat Vierinha ihm danch gesagt. "Also habe ich eigentlich drei geschossen."

 

Frage: Das 4:1 gegen Leverkusen war der erste Sieg für den VfL in dieser Saison. Wie wichtig war das?

Ricardo Rodriguez: Das war ein sehr wichtiges Spiel. Wir wollten unbedingt gewinnen. Wir brauchten dringend ein Erfolgserlebnis. dann geht vieles einfach leichter.

Frage: Was war anders im Vergleich zur 1:4-Niederlage beim FC Everton am Donnerstag?

Rodriguez: Wir haben mehr miteinander gesprochen und auch kämpferisch eine bessere Leistung gebracht.

"Ein Doppelpack fühlt sich toll an"

Frage: Sie waren selbst an vier der fünf Tore beteiligt. Das 1:0 haben Sie per Elfmeter erzielt. Da gab es eine Diskussion mit Nicklas Bendtner...

Rodriguez: Ja, er wollte schießen. Aber ich habe ihm gesagt, dass ich mich gut fühle und zuletzt alle Elfmeter verwandelt habe. Das konnte er ja nicht wissen. Er ist ja noch nicht so lange hier.

Frage: War er sauer deswegen?

Rodriguez: Nein. Er hat mir gratuliert.

Frage: Beim 1:1 sahen Sie nicht so gut aus...

Rodriguez: Das stimmt. Ich stand schlecht zum Gegner. ich hätte Drmic nur noch durch ein Foul bremsen können. Aber da hätte ich wohl die Rote Karte gesehen so wie Donati. Das wollte ich nicht riskieren.

Frage: Das 2:1 haben Sie Vierinha maßgerecht aufgelegt. Können Sie das kurz beschreiben?

Rodriguez: Ich war außen durch und hatte viel Raum, also genug Zeit zu schauen, wohin ich den Ball spiele. Er kam danach zu mir und sagte: "Das ist dein Tor." (lacht) Also habe ich eigentlich drei geschossen. Aber im Ernst, ein Doppelpack fühlt sich toll an. Das habe ich in der Bundesliga bisher nicht geschafft.

Frage: Beim 3:1 haben Sie eine Ecke von Kevin de Bruyne von der Strafraumgrenze volley verwandelt. War das einstudiert?

Rodriguez: Ja. Das üben wir im Training.

"So weit sind die Top-Teams nicht weg"

Frage: Die Mannschaft steht vor einigen Englischen Wochen. Was erwarten Sie?

Rodriguez: Zunächst mal müssen wir am Mittwoch in Berlin den Sieg gegen Leverkusen bestätigen und am besten drei Punkte mitnehmen. Wir wollen uns an die Tabellenspitze heranarbeiten. So weit sind die Top-Teams ja noch nicht weg. Und die Niederlage in Everton bedeutet ja noch lange nicht das Aus in der Europa League. Noch sind fünf Spiele zu spielen. Das Heimspiel gegen Lille wollen wir unbedingt für uns entscheiden.

Frage: Ist der Kader stark genug für die Dreifachbelastung, denn im DFB-Pokal ist der VfL ja auch noch dabei?

Rodriguez: Auf jeden Fall. Wir wollen doch international spielen, dann dürfen wir uns auch nicht beschweren. Christian Träsch und Ivan Perisic sind wieder im Training, Maximilian Arnold war dieses Mal nicht dabei. Sie sehen, der Kader ist groß genug, sodass wir auch rotieren können. So wie wir es gegen Leverkusen ja auch gemacht haben.

Aufgezeichnet von Jürgen Blöhs