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Dortmund - Der Hamburger SV kann doch noch gewinnen - und Pierre-Michel Lasogga trifft wieder ins Tor. Mit seinem goldenen Treffer zum 1:0-Erfolg bei Borussia Dortmund hat der Stürmer gleich zwei Negativserien beendet.

Entsprechend selbstbewusst sprach Lasogga nach der Partie über die Belohnung für harte Arbeit und das Verhältnis zu seinen Kritikern.

 

Frage: Pierre-Michel Lasogga, was war denn da in 35. Minute los, als sie ganz entspannt das Siegtor für den HSV schießen konnten?

Pierre-Michel Lasogga: Ich habe gesehen, dass Nicolai aufs Tor geht. Ich war komplett blank. Dann kam der Ball - und dann habe ich ihn einfach über die Linie geschoben.

"Es war von allen eine Klasseleistung"

Frage: Haben Sie sich mit diesem Treffer auch belohnt für die Arbeit der letzten Spiele?

Lasogga: Wir haben uns alle endlich für das belohnt, was wir schon in den letzten Spielen geleistet haben. Dass ich dann das Tor mache? Na klar freue ich mich darüber! Ich bin ein Stürmer, ich will immer treffen. Und meine Hauptaufgabe ist es eben, mit meinen Toren dazu beizutragen, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Das hat in Dortmund super geklappt. Aber da darfst du jetzt keinen hervorheben. Es war von allen eine Klasseleistung!

Frage: Also war es ein verdienter Sieg für den HSV?

Lasogga: Wir haben eine sehr gute Mannschaftsleistung abgerufen und absolut verdient gegen Dortmund gewonnen. Man hat schon in den letzten Spielen gesehen, dass wir auf dem Weg der Besserung sind. In den letzten beiden Partien hatten wir allerdings noch ein bisschen Pech. Dieses Mal haben wir uns das Glück erarbeitet.

Frage: Kann dieser erste Saisonsieg jetzt die Initialzündung sein für den HSV?

Lasogga: Absolut! Es ist schon allein ein schönes Gefühl, jetzt in die Länderspielpause zu gehen und gewonnen zu haben. Da sehr viele Spieler von uns bleiben und nicht zur Nationalmannschaft müssen, können wir die Pause jetzt auch nutzen, uns noch besser einzuspielen. Und dann wollen wir im nächsten Spiel gegen Hoffenheim natürlich da anknüpfen, wo wir in Dortmund aufgehört haben.

"Ich konnte immer in den Spiegel gucken"

Frage: Über Ihre Person gab es in den letzten Wochen auch Diskussionen, weil sie lange nicht getroffen hatten. Wie sehr hat das genervt?

Lasogga: Ich weiß, dass es immer Kritiker gibt und dass das auch dazu gehört. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das echt kalt gelassen hat in den letzten Wochen. Ich habe immer gearbeitet und geackert. Und ich konnte immer in den Spiegel gucken, wenn ich vom Platz gekommen bin, weil ich meine Leistung gebracht habe. Mich hat die Kritik wirklich nicht interessiert. Ich  weiß ja, dass ich das Tore schießen nicht verlerne.

Frage: Kommt jetzt langsam auch die nötige Fitness zurück, nachdem Sie in der Vorbereitung nicht alle Einheiten mitmachen konnten?

Lasogga: Natürlich merkt man, wenn man in der Vorbereitung längere Zeit nicht alles mitmachen kann. Aber man hat schon in den letzten Spielen gesehen, dass es immer besser geworden ist. Und für einen Stürmer ist es auch immer gut, wenn er ein Tor macht. Dann kommen noch einmal zusätzlich zehn Prozent ganz von alleine.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte