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Köln - Es war eine herbe Pleite, die der SV Werder Bremen am Samstag gegen den FC Bayern München einstecken mussten. Mit 0:6 gingen die Bremer in München unter. Nach dem Spiel sprach bundesliga.de mit Werders Mittelfeldmann Cedrick Makiadi darüber, was schief gelaufen ist und wie man diese Niederlage vor der Partie gegen Köln nächstes Wochenende verarbeiten muss.

bundesliga.de: Cedrick Makiadi, das Ergebnis gegen die Bayern spricht eigentlich für sich selbst. Was ist heute schief gelaufen?

Cedrick Makiadi: Das ist schwer zu sagen so kurz nach der Partie. Es war eine herbe Schlappe für uns. Sogar wenn der Gegner FC Bayern heißt, darf man nicht so hoch verlieren. Wir waren heute als gesamtes Team schlecht, haben keinen guten Job abgeliefert.

bundesliga.de: Wie sah vor der Partie der Matchplan aus?

Makiadi: Wir wollten eigentlich über unser Konterspiel zum Torerfolg kommen, denn man kann nicht mit der Erwartung nach München reisen, mehr Ballbesitz als die Bayern zu haben oder sie aus dem Stadion zu schießen. Das ist beinahe unmöglich. Man muss tief stehen und versuchen Gegentore zu vermeiden - vor allem bis zur Halbzeit.

"Unsere Leistung war einfach nicht gut"

bundesliga.de: Das hat nicht so gut geklappt...

Makiadi: Richtig, vor allem in der ersten Halbzeit haben wir das gar nicht gut gemacht. Wenn man zur Halbzeit schon mit 0:4 in die Kabine geht, dann ist der zweite Durchgang im Prinzip auch schon gelaufen. Da konnten wir dann nur noch versuchen, nicht noch mehr Gegentore zu kassieren. Unglücklicherweise ist uns das aber auch nicht gelungen. Unsere Mannschaftsleistung war heute einfach nicht gut genug.

bundesliga.de: Was macht den FC Bayern so stark?

Makiadi: Man kann es jede Woche sowohl in der Bundesliga, als auch in der Champions League sehen: Sie kontrollieren das Spiel einfach zu sehr. Den Gegnern bleibt einfach nichts anderes übrig, als dem Ball von rechts nach links hinterherzulaufen - dann wird man nach einiger Zeit natürlich müde. Wenn das der Fall ist, nutzen sie es eiskalt aus und spielen den Ball in die freiwerdenden Räume. Es ist sehr schwer, gegen den FCB zu spielen.

"Schnell aufstehen"

bundesliga.de: Was fühlt man nach und wie geht man mit einer so derben Niederlage jetzt um?

Makiadi: Ich bin mir sicher, dass können Sie sich vorstellen. Wenn man mit 0:6 verliert und nur vier Punkte nach acht Spieltagen auf dem Konto hat, ist die Stimmung in der Mannschaft natürlich nicht gut. Wir feiern nicht, sondern befinden uns sozusagen im Schockzustand. Das Leben geht aber weiter. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich wieder aufstehen, nach vorne schauen und uns auf das Spiel gegen Köln nächste Woche fokussieren.

bundesliga.de: Was kann in der Zeit bis zum Duell mit Köln verbessert werden?

Makiadi: Wir müssen so spielen, wie in den Partien zu Saisonbeginn. Da haben wir gut gespielt und leider trotzdem kaum Punkte geholt. Die Leistung stimmte aber. Vom Spiel heute kann man absolut nichts Positives mitnehmen. Wir müssen gegen Köln auf jeden Fall gewinnen. Es wird allerhöchste Zeit, dass wir endlich mal drei Punkte holen.

Mit Cedrick Makiadi sprach Jonathan Stockitt