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Mailand - Der 18-malige italienische Meister Inter Mailand ist im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden und damit noch tiefer in die Krise gerutscht. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel kam der Champion von 2010 im Rückspiel gegen Olympique Marseille nicht über ein 2:1 (0:0) hinaus und schied wegen der Auswärtstor-Regel aus.

Nach dem Aus in der "Königsklasse" und nur einem Sieg in den vergangenen zehn Spielen muss Inter-Trainer Claudio Ranieri mehr denn je um seinen Job bangen. Marseille steht dagegen erstmals seit dem Titelgewinn 1993 im Viertelfinale der "Königsklasse".

Brandao zerstört alle Hoffnungen



Stürmer Diego Milito, der beim Finalsieg 2010 gegen Bayern München (2:0) beide Tore erzielt hatte, traf zur Führung für Inter (76.). In der Nachspielzeit konnte Brandao ausgleichen (90.+2). Giampaolo Pazzinis Elfmeter-Treffer (90.+5) hatte keinen Effekt mehr.

In einer insgesamt ereignisarmen ersten Hälfte erarbeitete sich Inter ein leichtes Übergewicht, vergab allerdings nach wenigen Minuten zwei Großchancen. Wesley Sneijder konnte den Ball aus sieben Metern nicht im Tor unterbringen (8.), Augenblicke später scheiterte auch Diego Milito an Olympique-Torhüter Steve Mandanda (10.). In der zweiten Hälfte konnte Olympique das Spiel ausgeglichener gestalten. Milito sorgte im Anschluss an einen Eckball für Hoffnung in San Siro, Brandao erzielte jedoch kurz vor Schluss aus sechzehn Metern den verdienten Ausgleich und machte alle Inter-Hoffnungen zunichte.