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Köln - Zu ihrer jährlichen Vollversammlung trafen sich in München mehr als 60 Vertreter der Kids-Clubs der Bundesliga, 2. Bundesliga, einiger Clubs aus der 3. Liga und verschiedener Netzwerkpartner. Themen waren die Verbesserung der Inklusion, die Planung des Sommercamps 2015 und Kooperationen mit Schulen und Kindergärten.

Das Programm des zweitägigen Arbeitstreffens hatte die Abteilung Fanangelegenheiten der DFL Deutschen Fußball Liga im Vorfeld mit dem Nationalen Arbeitskreis der Kids-Clubs (NAK) erarbeitet. Unter perfekten Rahmenbedingungen im Business-Bereich der Allianz Arena wurden die Weichen für eine Fortführung der erfolgreichen Arbeit in den Kids-Clubs gestellt.

"Eine wichtige Aufgabe"

"So viele Teilnehmer waren es noch nie", sagte Thomas Schneider, Leiter der Abteilung Fanangelegenheiten der DFL, als er zur Begrüßung in die Runde schaute. "Das macht uns stolz und zeigt, dass wir eine wichtige Aufgabe angegangen haben. Ohne Ihr Engagement wäre diese Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen", lobte Schneider die Arbeit in den Clubs (Übersicht: Die Kids-Clubs der Bundesligisten). Mehr als 130.000 Kinder sind mittlerweile in den 29 Kids-Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga organisiert. Für die Kids steht der Spaß mit Gleichaltrigen im Vordergrund, aber das ist nicht die einzige Funktion der Kids-Clubs. Mit der Vermittlung von Werten wie Toleranz, Respekt und Fairness leisten die Kids-Clubs einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention im Fußball (Hintergrund: Das ist ein Kids-Club).

Diese bedeutende Aufgabe betonte auch Stefan Mennerich, Director of Digital Media des FC Bayern München, der die Teilnehmer gemeinsam mit Elisabeth Hoffmann, der Verantwortlichen des Münchner Kids-Clubs, in der Arena willkommen hieß. "Alles, was Sie für den Nachwuchs machen, hilft in Zukunft dem Fußball insgesamt - egal, für welchen Club das Herz schlägt", sagte Mennerich, dessen zwei Söhne mit Begeisterung an den Aktionen des Kids-Clubs des FC Bayern teilnehmen.

"Vorbildliche Fankultur vorgelebt"

Ein wichtiger Partner der DFL und der Kids-Clubs ist die Bundesliga-Stiftung, die die Arbeit in den Vereinen im Rahmen ihrer Fördersäule "Kinder" seit Jahren finanziell und konzeptionell unterstützt. Stefan Kiefer, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesliga-Stiftung, war in München vor Ort und lobte die Arbeit in den Clubs: "In den Kids-Clubs wird eine vorbildliche Fankultur vorgelebt, die in den kommenden Jahren viele positive Effekte haben wird."

Eine der großen Herausforderungen an die zukünftige Arbeit der Kids-Clubs ist das Thema Inklusion, das bei den DFL-Sommercamps 2013 und 2014 schon präsent war. Deshalb nahmen in München auch die Aktion Mensch und die Deutsche Behindertensport-Jugend (DBSJ) an der Tagung teil.

"Sport ist perfekte Plattform für Inklusion"

Ein Höhepunkt der Vollversammlung war der Vortrag des kleinwüchsigen Mathias Mester, der im Kugelstoßen sowie Speer- und Diskuswurf zur Weltspitze des Behindertensports zählt. Mit viel Witz und Charme berichtete der Speerwurf-Weltmeister von 2013 über seine persönlichen Erfahrungen. "Sport bietet eine perfekte Plattform, um Inklusion umzusetzen. Sport verbindet und überwindet Barrieren", erklärte Mester und fügte an: "Ich finde es wichtig, dass in einem Camp Menschen mit und ohne Behinderung miteinander Spaß haben. Davon profitieren beide Seiten."

Neben der Frage, wie das Programm der Kids-Clubs inklusiver gestaltet werden kann, standen verschiedene gemeinsame Aktionen wie beispielsweise ein deutschlandweiter Kids-Club-Spieltag, die Planung des Sommercamps 2015 oder die Möglichkeiten von Kooperationen mit Schulen und Kindergärten auf der Tagesordnung (Info: Darum lohnt sich die Mitgliedschaft in einem Kids-Club). Einen weiteren wichtigen Aspekt der Konferenz betonte Arne Stratmann, in der Abteilung Fanangelegenheiten der DFL für die Bereiche Prävention und Barrierefreiheit zuständig und Moderator der Konferenz, zum Abschluss der zwei Tage: "Die Vernetzung untereinander ist einer der ganz wichtigen Gesichtspunkte der Vollversammlung."

Mitgliederzahlen steigen weiter

Stratmann zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. "Es ist eine unglaubliche Qualität in der Arbeit der Kids-Clubs, die sich mit ihren Ideen gegenseitig befruchten. Es sind viele gute Ideen entstanden. Wir werden jetzt unmittelbar an die Arbeit gehen, um die Themen der Kids-Clubs weiter nach vorne zu bringen", sagte Stratmann, der davon ausgeht, dass die Zahl der in den Kids-Clubs organisierten Kinder und Jugendlichen weiter ansteigen wird. Dank zahlreicher Fortbildungsmaßnahmen und einer engen Vernetzung sind die Verantwortlichen der Kids-Clubs gut darauf vorbereitet.

Florian Reinecke