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Bremen - Vor fünf Jahren ging der Offizielle Bundesliga Manager (OBM) online. Seitdem haben sich mehr als 220.000 Fans für den Online-Fußballmanager registriert. Eine beeindruckende Zahl. Der Großteil der Mitspieler kommt aus Deutschland, aber es gibt auch eine Gruppe von Nutzern, die weltweit verstreut versucht, ihr Team in dem Online-Fußballmanager zum Erfolg zu führen.

Einer dieser globalen OBM-Enthusiasten ist Ingo Epler-Brandenburg, dessen Vorfahren nach Namibia ausgewandert sind. Im Interview schildert er, wie er Fan von Borussia Mönchengladbach geworden ist und dass in der deutschen Gemeinde der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika die Bundesliga mit großem Interesse verfolgt wird.

OBM-Redaktion:

Hallo Ingo Epler-Brandenburg, wir wissen, dass du aktuell den OBM aus Ägypten spielst. Bist du dort auch geboren?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ich bin gebürtiger Namibier und dort in einem deutsch sprechenden Haus aufgewachsen. Wie viele andere Deutsche auch wanderte mein Großvater 1918 nach Deutsch-Südwestafrika aus. Ich habe die Bundesliga bzw. den deutschen Fußball schon als kleiner Knirps verfolgt. Damals gab es in Namibia noch keine Fernseher oder Internet und alles ging übers Radio (die Deutsche Welle über Kurzwelle) und Zeitungen.

Sehr lange lebte ich aber in Port Elizabeth in Südafrika. Das würde ich eher als meine Heimat bezeichnen. Inzwischen haben wir - meine Frau und zwei Töchter - seit vier Jahren in Ägypten unser Zuhause. Dort arbeite ich für einen weltbekannten Autohersteller und habe einen Zeitvertrag in Ägypten.

OBM-Redaktion:

Du bist in Namibia geboren, in Deutschland auf den OBM gestoßen, gibst Südafrika als deine Heimat an und arbeitest derzeit in Ägypten. Du hast also schon einige Länder und deren Menschen kennengelernt. Wo ist die Fußballbegeisterung am größten?

Ingo Epler-Brandenburg:

In Ägypten; Südafrika ist aber von der Begeisterung nicht sehr weit dahinter. Wenn in Ägypten die großen Teams spielen - Al Ahli gegen Zamalek oder die Nationalmannschaft - kommt vieles zum Stillstand, u.a. der Verkehr. Es herrscht Riesenstimmung in den ganzen Straßencafes.

OBM-Redaktion:

Du bist seit 2010 im OBM aktiv. Wie bist du auf das Spiel aufmerksam geworden?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ich bin während eines Familienurlaubs in Deutschland auf den OBM gestoßen und seitdem bin ich mit dabei.

OBM-Redaktion:

Wenn du die Bundesliga immer am Radio verfolgt hast, hast du bestimmt auch einen Lieblingsclub. Für welche Mannschaft schlägt dein Herz?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ich bin Gladbach Fan. Höchstwahrscheinlich, weil sich mein Interesse am Bundesliga-Fußball in den siebziger Jahren richtig etablierte. Deshalb heißt mein Team Namib (Namibia) Pfohlen (Gladbach). Habe auch ein zweites Team `Gobabis 3`. Ich bin auf einer Farm in der Nähe von Gobabis (ein kleines Dorf in Namibia) aufgewachsen.

OBM-Redaktion:

Ist die Bundesliga in Namibia beliebt?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ja, in Namibia gibt es noch eine große deutsch sprechende Gemeinschaft, die die Bundesliga und deutsche Nationalmannschaft eng verfolgt. Große Spiele werden zusammen angeschaut, natürlich mit einem oder auch zwei Bieren dazu.

OBM-Redaktion:

Und wie ist es Ägypten? Kannst du auf der Arbeit mit Kollegen oder in deiner Freizeit mit Freunden fachsimpeln?

Ingo Epler-Brandenburg:

Allgemein gesprochen nicht sehr viel. Die "großen" Mannschaften wie Bayern und Dortmund sind ein Begriff. Zum Fachsimpeln bestehen leider nicht viele Möglichkeiten.

OBM-Redaktion:

Wie verfolgst du die aktuellen Ereignisse in der Bundesliga und die Leistungen deiner Spieler?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ich verfolge alles hauptsächlich über das Internet. Ich kann aber jeden Samstag ein Spiel über einen arabischen Fernsehsender sehen. Leider ist der Kommentar in Arabisch - aber ich schau mir lieber so ein Spiel an als gar nichts zu sehen.

OBM-Redaktion:

Welche Ziele möchtest du in der kommenden Saison mit deinen Teams erreichen? Was waren bisher deine größten Erfolge und die bittersten Niederlagen?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ziel ist mit beiden Teams, in die nächste Ligastufe aufzusteigen. Abhängig von der Internetverbindung auch bei mehr Live-Spielen und Ligen mit zu machen.

Die größte Enttäuschung war, dass Namib Pfohlen einfach nicht näher an die Tabellenspitze rücken konnten. Ich hatte einfach einen schlechten Start und so reichte es am Ende "nur" zum 4. Platz.

OBM-Redaktion:

Du hast uns erzählt, dass du seit den siebziger Jahren Fan von Borussia Mönchengladbach bist. Wer sind die Leistungsträger in deinen Teams? Setzt du auch auf Gladbacher Jungs?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ja, in beiden Mannschaften habe ich Marc-Andre ter Stegen, Marco Reus (leider nicht mehr Gladbacher) und Patrick Hermann in der Aufstellung. Für die neue Saison habe ich Tony Jantschke und Mike Hanke dazu geholt.

Meine Basis-Einkaufs-Philosophie war junge Spieler zu holen, aber ich musste mehr Erfahrung dazu bringen. Mats Hummels, Thomas Müller, Toni Kroos und Stefan Kießling mit ter Stegen und Reus sind das "Rückgrat" der Teams.

OBM-Redaktion:

Was macht für dich den Reiz des OBM aus? Was sind für dich die Highlights während einer OBM-Saison?

Ingo Epler-Brandenburg:

Mich reizt das Duell auf taktischer Ebene. Am Samstagmorgen schaue ich als Erstes nach, ob meine gewählte Taktik die des Gegners schlagen konnte. Aber leider habe ich aktuell nicht die Zeit, mich noch intensiver mit dem OBM zu beschäftigen. Deshalb lerne ich noch viel und probiere viel aus.

OBM-Redaktion:

Was würdest du dir beim OBM wünschen?

Ingo Epler-Brandenburg:

Ich hätte gerne ein Gruppentraining, mit dem ich am gleichen Tag gezielt bestimmte Positionen oder Spieler individueller trainieren könnte. Außerdem wäre es schön, wenn man den OBM besser auf dem iPad spielen könnte.

OBM-Redaktion

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