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Überraschend wechselte Marcell Jansen Ende August von Bayern München zum Hamburger SV. Am Samstag trifft er mit seinem neuen Club auf Borussia Mönchengladbach.

Auf der Webseite der Gladbacher äußert sich der Neu-Hamburger zum anstehenden Duell gegen seinen Ex-Verein und die momentane Situation bei den "Fohlen".

Frage: Morgen kommt Borussia nach Hamburg. Ein besonderes Spiel für Sie?

Marcell Jansen: Das wird es immer bleiben. Meine Eltern werden morgen im Stadion sein, viele Freunde, mein Berater, der ja auch aus Gladbach kommt. Ich verfolge genau, was bei Borussia passiert und drücke der Mannschaft die Daumen. Aber morgen blende ich das aus, da will ich gewinnen, auch wenn es gegen Borussia geht.

Frage: Borussia ist schlecht in die Saison gestartet. Was trauen Sie der Mannschaft zu?

Jansen: Das Spiel gegen Bremen war toll, da hat man gesehen, dass viel Qualität in der Mannschaft steckt. Leider kamen danach die hohen Auswärtsniederlagen in Hannover und in Cottbus. Ich kann mir gut vorstellen, was jetzt schon wieder in Gladbach los ist. Ich habe den Eindruck, dass im Umfeld die Euphorie nach dem Aufstieg schon vor der Saison wieder weg war und das ist schade, denn von dieser Euphorie kann ein Aufsteiger in den ersten Wochen leben. Aber irgendwie dachten in Gladbach wohl viele, dass der Aufstieg eine Selbstverständlichkeit war und dass es ganz normal ist, dass Borussia wieder in der Bundesliga ist.

Frage: Ihr Wechsel vom FC Bayern zum HSV kam sehr überraschend. Für Sie auch, oder hatten Sie schon länger mit dem Gedanken gespielt?

Jansen: Nein, das war eine ganz spontane Sache. Ich hatte eigentlich ein ganz gutes Gefühl bei den Bayern und hatte dort trotz meiner Verletzung letzte Saison eine super Zeit. Dann habe ich von meinem Berater vom Interesse des HSV gehört und darauf habe ich das Gespräch mit Jürgen Klinsmann gesucht. Danach hat mir mein Bauch gesagt, dass es für mich besser wäre, zum HSV zu wechseln. Wie gesagt, ich hatte eine schöne Zeit in München, aber mein persönlicher Weg ist das Wichtigste.