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Das Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt könnte für Mario Gomez eine neue Chance zur Bewährung werden (Mi., ab 20:15 Uhr im Live-Ticker).

"Er hat den Punkt erreicht, an dem er wieder streiten will. Er war sehr enttäuscht, und das ist auch logisch. Jeder Spieler hat seinen Trauermoment, aber ich denke, dass Mario wieder zurückkommt", sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal am Dienstagvormittag, schloss aber zugleich aus, dass Gomez an der Seite von Luca Toni stürmt.

"Das ist keine Option von Anfang an, weil ich das Spiel mit langen Bällen nicht so liebe. Das ist nicht mein Stil, und auch nicht der von Bayern München."

Im Interview spricht Gomez aber auch schon über die nächste Aufgabe am Wochenende - gegen seinen Ex-Club VfB Stuttgart.

bundesliga.de: Der Konkurrenzkampf im Sturm des FC Bayern ist in dieser Saison so groß wie schon lange nicht mehr. Jetzt sind mit Ribery und Olic zwei offensive Spieler verletzt - daraus könnte sich eine neue Chance zur Bewährung für Sie ergeben...

Mario Gomez: Ich will nicht aufgrund von Verletzungen anderer in die Mannschaft rücken. Ich werde auch so wieder in die Mannschaft kommen, da bin ich mir sicher! Ich muss den Trainer nur davon überzeugen, dass er mich spielen lässt - das ist jetzt meine Aufgabe. Das ist sicherlich keine einfache Aufgabe, aber ich werde mich auch da durchboxen, wie ich es bisher immer in meinem Leben getan habe.

bundesliga.de: Am Samstag geht es dann gegen Ihren Ex-Club Stuttgart. Dort sucht man nicht nur nach einem Nachfolger für Sie, sondern auch noch nach der Form.

Gomez: Es ist schade. Ich finde, dass Stuttgart eine sehr gute Mannschaft hat, aber im Moment fehlt das Quäntchen Glück und dann auch das Selbstvertrauen, weil sie im Moment doch zu viele Spiele verlieren.

bundesliga.de: Was für einen Empfang erwarten Sie am Samstag?

Gomez: Ich weiß es nicht genau. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich herzlich empfangen würde, aber ich glaube, das ist im Fußball heutzutage nicht mehr so alltäglich. Einige von den Fans sind sicherlich enttäuscht, dass ich zum FC Bayern gegangen bin. Aber viele wissen, was ich für den VfB geleistet habe. Das ist aber auch nicht das Wichtige. Ich will nach Stuttgart fahren, um mit meiner Mannschaft zu gewinnen. Und meine Mannschaft ist Bayern München. Mit dieser Einstellung fahre ich auch dahin.

bundesliga.de: Gibt es noch Kontakt zu den Kollegen von früher?

Gomez: Ständig, nicht nur jetzt vor dem Spiel. Ich habe nicht nur gute Mitspieler gehabt, sondern auch gute Freunde in Stuttgart gefunden. Mit denen habe ich nach wie vor Kontakt. Die ehemaligen Mitspieler treffe ich nicht nur bei der Nationalmannschaft, sondern wir sehen uns auch so und telefonieren sehr viel.

Vom FC Bayern berichtet Michael Gerhäußer