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Bis zum Sommer trug Patrick Owomoyela noch das grün-weiße Trikot von Werder Bremen. Am Samstag kommt er mit Borussia Dortmund ins Weser-Stadion.

Pünktlich zum Aufeinandertreffen mit dem Ex-Club kommt der Außenverteidiger wieder auf die Beine und kann nach überstandener Verletzung wohl auflaufen.

Im Interview mit bundesliga.de verrät er den Unterschied zwischen Thomas Schaaf und Jürgen Klopp und spricht über seinen Zustand.

bundesliga.de: Patrick Owomoyela, Sie haben Ihren Muskelfaserriss überwunden. Werden Sie am Samstag in Bremen wieder im Kader sein?

Patrick Owomoyela: Davon gehe ich aus. Alles andere wäre sehr enttäuschend. Nach meinem Muskelfaserriss vor vier Wochen, hat mich der Trainer komplett rausgenommen und ich habe meine eigene Vorbereitung absolviert. Körperlich habe ich sehr viel gearbeitet, ich fühle mich richtig gut. Was natürlich noch fehlt, ist der Spielrhythmus. Bei einhundert Prozent bin ich sowieso erst, wenn ich ein paar Spiele abgerissen habe.

bundesliga.de: Abgerissen haben Sie Ihre Zelte im Sommer in Bremen. Wie haben Sie sich in Dortmund eingelebt?

Owomoyela: Ich habe mich sofort gut zu Recht gefunden. Privat lief alles reibungslos, da ich jetzt eine Wohnung gefunden habe. Das Trainingsgelände ist 1a, es ist wegen dem freiliegenden Gelände nur ziemlich windig. Das Stadion ist super, wir haben eine junge Mannschaft, die richtig Bock hat, guten Fußball zu spielen. Dazu noch einen Trainer, der richtig gut arbeitet. Das einzige, was bislang nicht passt ist, dass ich nur zugucken durfte.

bundesliga.de: Da hatten Sie ja Zeit, die Dortmunder Mentalität kennen zu lernen.

Owomoyela: Die ist hier wirklich anders. Ich dachte, Werder hat schon viele Fans, aber in Dortmund ist es das Dreifache. Überall wird man mit der Borussia konfrontiert. Wenn man kein Schwarz-Gelber ist, dann ist man ein Fan von einem Verein hier aus der Nähe. Was anderes gibt es nicht. Es ist einfach der Wahnsinn.

bundesliga.de: Das ist teilweise auch Werders Defensivverhalten. Bereuen Sie eigentlich den Wechsel, nachdem Sie gesehen haben, welche Probleme Werder auf den Außenbahnen hat?

Owomoyela: Nein, ich fühle mich hier richtig gut aufgehoben. Da mache ich mir keine Gedanken darüber.

bundesliga.de: Was sagen Ihre Gedanken denn über den Unterschied zwischen den Trainern Jürgen Klopp und Thomas Schaaf?

Owomoyela: Jürgen Klopp ist ein sehr kommunikativer Mensch. Vom Typ her extrovertiert, auf eine positive Art und Weise. Thomas Schaaf ist da eher in sich gekehrt, aber nicht negativ. Er ist weniger kommunikativ. Für unsere junge Truppe ist Jürgen Klopp einfach besser, weil er enger dabei ist.

bundesliga.de: Geben Sie ihm Tipps über die Spielweise von Werder?

Owomoyela: Ich weiß sicherlich einiges über die Bremer Gepflogenheiten. Aber es gibt im Trainerstab Leute, die Werder noch besser analysieren können. Den einen oder anderen Tipp könnte ich ihm allerdings geben.

bundesliga.de: Haben Sie eigentlich noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Mitspielern?

Owomoyela: Ich telefoniere ab und an mit Torsten Frings oder Per Mertesacker. Beide habe ich am Rande des Länderspiels am vergangenen Samstag begrüßt. Auch mit Tim Borowski habe ich noch regelmäßigen Kontakt, aber er spielt ja nun in München.

bundesliga.de: Ist es für Sie ein besonderes Spiel?

Owomoyela: Natürlich, weil ich ja noch nicht lange aus Bremen weg bin. Ich freue mich auf die Fans und wieder im Weser-Stadion zu spielen. Ich habe keine Scheu vor der Rückkehr.

bundesliga.de: Wagen Sie einen Tipp?

Owomoyela: Ich tippe eigentlich nicht. Aber wir fahren nach Bremen, um zu gewinnen. Aber Werder wird uns einiges abverlangen. Hoffentlich nicht zu viel.

Das Gespräch führte Oliver Bülow