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Freiburg - Nach fünf überwiegend erfolgreichen Jahren in Spanien und Schottland kehrt Andreas Hinkel zurück in die Bundesliga. In der vergangenen Woche unterschrieb der 21-malige deutsche Nationalspieler, der für den VfB Stuttgart auch 156 Bundesliga-Spiele bestritt, einen Vertrag beim SC Freiburg. bundesliga.de sprach mit dem 29-Jährigen.

bundesliga.de: Herr Hinkel, willkommen zurück in der Bundesliga. Was hat den Ausschlag für Ihren Wechsel zum SC Freiburg gegeben?

Andreas Hinkel: Es war wohl das, was man als sogenannte win-win-Situation bezeichnet. Ich war auf der Suche nach einem Bundesligaclub, bei dem ich wieder im Wettkampf stehen kann und der SC wollte seine Defensive stärken. So kamen wir zusammen. Für den SC Freiburg hat auch gesprochen, dass ich die Philosophie dieses Clubs und was er aus seinen Möglichkeiten macht, schon lange verfolge und es beeindruckend finde.

bundesliga.de: Mit welchen Erwartungen kehren Sie zurück in die Bundesliga?

Hinkel: Ich möchte endlich wieder Spielpraxis sammeln und dem SC Freiburg beim Kampf um den Klassenerhalt helfen.

bundesliga.de: Wie stark schätzen Sie den SC Freiburg ein?

Hinkel: Die Mannschaft ist nicht nur charakterlich eine tolle Truppe, sondern hat auch sportlich die Klasse, um dieses Ziel zu erreichen. Und die Kontinuität im Verein ist ein weiterer Pluspunkt für Freiburg.

bundesliga.de: Sie waren lange verletzt und haben seit über einem Jahr kein Pflichtspiel bestritten. Wie fit sind Sie?

Hinkel: Ich habe versucht, mich in der Pause fit zu halten und fühle mich gut. Schließlich war ich vor dem Wechsel zum SC beim VfB Stuttgart ja ebenfalls bei einem Bundesliga-Club im Training. Außerdem habe ich ja auch schon die letzten Monate bei Celtic voll mittrainiert.

bundesliga.de: Welche Perspektive bzw. Position hat Ihnen Coach Marcus Sorg aufgezeigt? Was erwartet er von Ihnen?

Hinkel: Er erwartet, dass er mich auf der Außenposition in der Viererkette einsetzen kann, ob das nun links oder rechts sein wird, werden wir sehen.

bundesliga.de: Sie haben 21 Länderspiele bestritten, in drei Ligen Europas viele Titel gewonnen. In Freiburg droht Ihnen dagegen Abstiegskampf. Wie bereiten Sie sich auf diese andere Herausforderung vor?

Hinkel: Am Ende des Tages geht es darum, die Spiele zu gewinnen, egal, ob es ein Match gegen den Abstieg oder um die Meisterschaft ist. Ich versuche, mich mit meiner Erfahrung voll einzubringen und so viele Spiele wie möglich für den SC erfolgreich zu bestreiten.

bundesliga.de: Wie hart war die Zeit, in der Sie vereinslos da standen und sich beim VfB Stuttgart fit gehalten haben? Hatten Sie nie Zweifel, dass Sie Ihr Comeback noch schaffen?

Hinkel: Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass diese Zeit wunderschön war. Ich habe hart für dieses Comeback gearbeitet, wollte aber zugleich auch nichts überstürzen. Daher bin ich sehr zufrieden, wie es jetzt geklappt hat mit dem SC Freiburg.

bundesliga.de: Am Sonntag steht direkt das Duell mit dem Tabellenletzten Hamburger SV an. Mit einem Sieg könnte sich der Sport-Club etwas Luft verschaffen. Was erwarten Sie für ein Spiel?

Hinkel: Ein knappes. Die Hamburger haben schon beim VfB mit einer guten Leistung gezeigt, dass sie vom letzten Tabellenplatz wegkommen möchten. Wir werden auch in dieser Partie hochkonzentriert sein müssen

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski