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Hamburg - Der Start beim Hamburger SV verlief für Ivo Ilicevic alles andere als brillant. Nach einer Rotsperre bei seinem Ex-Club Kaiserslautern durfte er die ersten Spiele des HSV nur von der Tribüne aus beobachten. Danach kam und traf er, eine Verletzung zwang ihn dann zu einer erneuten Pause. Nun ist Ilicevic aber wieder da. Nach mehreren Einwechslungen stand er zuletzt in der Startelf.

Auf einen Einsatz von Beginn an hofft Ilicevic auch im letzten Bundesliga-Spiel des Jahres. Für die Hamburger eine wichtige Partie: "Augsburg ist in der Tabelle ein direkter Konkurrent. Da müssen wir einfach gewinnen - vor allem, weil wir ein Heimspiel haben", fordert der Kroate im bundesliga.de-Interview.

' target='_self' class='normalred'>Ilicevic spricht auch über das Benefizspiel des HSV im "Match against Powerty", die Wende unter Trainer Thorsten Fink und seine persönliche Entwicklung an der Elbe.

bundesliga.de: Herr Ilicevic, was ist das für ein Gefühl, gegen Weltstars wie Zinedine Zidane, Ronaldo oder Luis Figo anzutreten?

Ilicevic: Wenn man sich insgesamt die Liste der Superstars anschaut, die bei diesem Benefizspiel dabei waren, dann ist es eine Ehre gewesen, mitspielen zu dürfen.

bundesliga.de: Aber der HSV musste beim 4:5 die erste Niederlage unter Trainer Thorsten Fink einstecken.

Ilicevic:(lacht) Das ist gerade noch so zu verschmerzen. Schlimmer wäre es, wenn so etwas am nächsten Wochenende passiert.

bundesliga.de: Solche "Freundschaftsspiele" kommen oft gelegen, wenn es in der Liga nicht so gut läuft. Das Gegenteil ist aber beim HSV der Fall: Der Weg zeigt stetig nach oben. Passte die Partie in die Vorbereitung?

Ilicevic: Das war auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung. Natürlich wäre es schlimm gewesen, wenn sich jemand verletzt hätte. Aber das ist ja zum Glück nicht passiert.

bundesliga.de: Mit einem "Dreier" gegen Augsburg hätte der HSV ein gutes Polster auf die Abstiegsränge. Ist ein Sieg deshalb Pflicht?

Ilicevic: Augsburg ist in der Tabelle ein direkter Konkurrent. Da müssen wir einfach gewinnen - vor allem, weil wir ein Heimspiel haben. Die Mannschaft hat genug Selbstbewusstsein getankt, um diesen Sieg auch einzufahren.

bundesliga.de: Hätten Sie es für möglich gehalten, dass der HSV mit dem neuen Trainer Thorsten Fink so schnell aus dem Tabellenkeller hoch kommt?

Ilicevic: Das haben wir zumindest alle gehofft. Wir wussten ja, dass wir eine große Qualität im Kader haben. Nur konnten wir das zu Beginn nicht zeigen. Entscheidend war, endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Das haben wir mit Thorsten Fink in den letzten Wochen erreicht und nun wollen wir an diesen Erfolgen anknüpfen.

bundesliga.de: Auch für Sie persönlich geht es bergauf. Wie sind Sie mit der ersten Halbsaison nach Verletzungen und einer Rotsperre in Hamburg zufrieden?

Ilicevic: Das war schon eine sehr lange Zeit, die ich pausieren musste. Aber jetzt bin ich wieder dran, die Kondition ist wieder da. Nach dem DFB-Pokal habe ich ja Zeit zu regenerieren, um mich danach optimal auf die Rückrunde vorzubereiten.

Das Gespräch führte Michael Reis