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Schwerer Schock für Sensations-Herbstmeister 1899 Hoffenheim: Ausgerechnet Top-Torjäger Vedad Ibisevic fällt mit einem Kreuzbandriss wohl für den Rest der Bundesliga-Saison aus.

Damit fehlt den Kraichgauern ihr mit 18 Toren erfolgreichster Schütze. Trainer Ralf Rangnick hat unmittelbar nach der Verletzung von Ibisevic schon Ersatz für die "Torgarantie" angekündigt.

Halbes Jahr Pause?

"Sollte uns Vedad in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen, besteht natürlich Handlungsbedarf", sagte Rangnick im Interview. Allerdings steht Hoffenheim dabei unter Druck. Die Transferperiode endet am 31. Januar.

Die Sorge galt aber zunächst vor allem Ibisevic. Am Donnerstag flog der erfolgreichste Schütze der Hinrunde aus dem Trainingslager im spanischen La Manga zurück nach Deutschland, um in Heidelberg weiter untersucht zu werden. Nachdem bereits eine Kernspintomographie in Cartagena den Verdacht auf einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie ergeben hatte, kam dann am Abend die Gewissheit. Wie der Club auf seiner Internetseite bestätigte, wird der Torjäger bis zu sechs Monate ausfallen.

Müllers Rekord unerreichbar

Ibisevic hatte sich die Verletzung beim 0:2 im Testspiel in La Manga gegen Liga-Rivale Hamburger SV bei einem Zweikampf Mitte der zweiten Halbzeit zugezogen. Zunächst hatte der 24-Jährige sogar noch bis zu seiner Auswechslung in der 82. Minute weitergespielt.

Mit der monatelangen Pause ist für den Bosnier auch der Rekord von Gerd Müller aus der Spielzeit 1971/72 mit damals 40 Toren in unerreichbare Ferne gerückt.

Rangnick vor Personalproblemen

Für Rangnick haben sich die Personalsorgen nun dramatisch zugespitzt. Auch Ibisevic-Sturmpartner Chinedu Obasi absolviert im Trainingslager wegen Muskelprobleme nur leichtes Lauftraining und wird beim Rückrundenstart gegen Energie Cottbus wohl nicht zur Verfügung stehen. Zudem klagen Jung-Nationalspieler Marvin Compper, Tobias Weis und Sejad Salihovic über Blessuren.

Rangnick hat sogar überlegt, das nächste Testspiel am Samstag gegen den FC Zürich abzusagen. "Es macht keinen Sinn, wenn wir mit nur 13 oder 14 Feldspielern antreten. Dann ist die Belastung für die einzelnen zu groß und es droht die Gefahr weiterer Verletzungen", erklärte der 1899-Coach.