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Tabellenführer Hamburger SV hat den Schwung aus der Bundesliga nicht in den Europapokal mitnehmen können und muss um den Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Cups bangen.

Nach einem 0:0 vor heimischem Publikum gegen den Außenseiter Unirea Urziceni stehen die Hanseaten vor dem Rückspiel am 2. Oktober beim rumänischen Liga-Spitzenreiter gehörig unter Druck und benötigen zum Weiterkommen mindestens ein Unentschieden mit einem eigenen Torerfolg.

Vor 39.010 Zuschauern in der HSH Nordbank Arena hatten sich die Platzherren von Beginn an bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen.

Keine Lücken

Allerdings tat sich der HSV um seine beiden Kreativkräfte Piotr Trochowski und Thiago Neves fünf Tage nach dem Comeback-Sieg gegen Bayer Leverkusen schwer, Lücken in der dicht gestaffelten Defensive der Gäste zu finden.

So blieben Torchancen zunächst Mangelware. Zu oft suchten die Hanseaten den Weg durch die Mitte, das Flügelspiel wurde erst nach gut einer halben Stunde lebhafter. Kurz zuvor hatte David Jarolim mit einem wuchtigen Schuss an den Pfosten des Unirea-Tores für die beste Hamburger Möglichkeit in der ersten Halbzeit und dem vermeintlichen Weckruf gesorgt (30.).

Urziceni stark nach vorne

Zählbares sprang gegen den nur rumänischen Pokalfinisten bis zum Seitenwechsel aber nicht mehr heraus. Urziceni, das in der heimischen Meisterschaft zuletzt sechs Siege in Folge feierte, präsentierte sich in der Offensive als äußert beweglich und kombinationssicher. Besonders vor der Pause machten die Gäste das Leben der HSV-Hintermannschaft ab und an schwer.

Auch nach der Pause zeigten sich die Hamburger zwar weiterhin engagiert, die zündenden Ideen im Spiel nach vorn fehlten noch immer. Jol reagierte, indem er Thiago Neves nach knapp einer Stunde für Jonathan Pitroipa vom Feld nahm. Auseinander gerissen wurde der rumänische Abwehrriegel jedoch auch durch die Hereinnahme des schnellen Afrikaners kaum einmal.

Hamburger SV - Unirea Urziceni 0:0

Hamburg: Rost - Demel, Reinhardt, Alex Silva, Jansen (86. Atouba) - Jarolim, De Jong - Trochowski, Thiago Neves (59. Pitroipa) - Olic (64. Petric), Guerrero. - Trainer: Jol.

Urziceni: Arlauskis - Nicu, Galamaz, Mehmedovic, Bordeanu - Mara, Paduretu, Apostol, Balan (81. Todoran) - Onofras (90. Burns), Bilasco (88. Danalache). - Trainer: Petrescu.

Schiedsrichter: Firat Aydinus (Türkei)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Balan, Bordeanu