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Die oberen Tabellenplätze sind in greifbarer Nähe. Doch nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Serie braucht es beim Gastspiel von 1899 Hoffenheim heute (ab 15 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) beim SC Freiburg wieder einen Dreier, um den Sprung in die Europa-League-Plätze zu schaffen.

Die Breisgauer präsentierten sich in den ersten fünf Heimpartien als guter Gastgeber und ließen die Gäste zumeist mit allen drei Punkten wieder die Heimreise antreten. Damit dies auch am Sonntag so bleibt, hofft Chef-Trainer Ralf Rangnick auf eine geschlossene Mannschaftsleistung. "Wir müssen eine kompakte Defensivvorstellung abliefern und gezielte Angriffe nach vorne bringen. Vor allem müssen wir jedoch körperlich dagegen halten, denn die Freiburger werden nicht nur mit spielerischen Mitteln versuchen, dieses Spiel zu gewinnen."

Jubiläum für Hildebrand

Für Hoffenheims Nummer eins Timo Hildebrand ist diese Partie eine besondere. Vor fast genau zehn Jahren feierte Timo Hildebrand damals noch im Trikot des VfB Stuttgart beim SC Freiburg sein Bundesligadebüt. "Die Zeit ist unglaublich schnell vergangen. Ich habe in meiner Karriere viel mitgemacht, aber es war eine unglaublich schöne und aufregende Zeit", blickt der 30-Jährige auf die letzte Dekade zurück. Im Gegensatz zu Hildebrand hat Ralf Rangnick mit 1899 Hoffenheim keine positiven Erinnerungen an das Freiburger badenova-Stadion. Beim letzten Aufeinandertreffen in der 2. Runde des DFB-Pokals verlor man vergangenes Jahr mit 1:3.

Personell muss Rangnick seine Siegerelf aus dem Nürnberg-Spiel erneut umbauen. Chinedu Obasi wird 1899 für das Spiel gegen die Südbadener aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel fehlen. Auch sein Sturmpartner Demba Ba muss nochmals pausieren. Ein Fragezeichen steht noch hinter Kapitän Per Nilsson, der noch an den Folgen eines grippalen Infekts leidet. Zurück im Kader steht Nationalspieler Andreas Beck. Den Muskelfaserriss hat der 22-Jährige auskuriert und wird auf seine angestammte Rechtsverteidiger-Position zurückkehren. Joe Simunic wird wohl ebenfalls wieder in der Startformation stehen.

Bechmann wieder fit

Auch der SC Freiburg kann fast aus dem Vollen schöpfen. In Mainz konnte Jonathan Jäger nach seiner Achillessehnen-Verletzung erstmals seit Ende August wieder mitwirken. Auch Tommy Bechmann kehrte nach einem Spiel Pause zurück in den SC-Angriff. Bis auf Verteidiger Ömer Toprak, der weiter seine Reha absolviert, standen alle Spieler zur Verfügung. Gegen Hoffenheim könnte dies erneut der Fall zu sein.

"Der ein oder andere trainiert zwar momentan etwas reduziert, wir gehen aber davon aus, dass am Sonntag alle fit sind", sagte Co-Trainer Damir Buric. Am Mittwoch reiste Buric zudem ins neue 1899-Stadion nach Sinsheim, um den SC-Gegner noch einmal im DFB-Pokalspiel gegen die TuS Koblenz zu beobachten. Hoffenheim gewann nach einer torlosen ersten Hälfte am Ende 4:0 und zog ins Viertelfinale ein.

Buric lobt Hoffenheim

Eines stand für Buric jedoch bereits vorher fest: "Hoffenheim ist die bislang stärkste Mannschaft, die hier antritt. Sie haben sich in der Defensive noch einmal verstärkt und in der Offensive zählt Hoffenheim sowieso zur Spitze in der Liga. Sie spielen enorm schnell bei eigenem Ballbesitz und sind in der Lage, durch individuelle Klasse ein Spiel zu entscheiden."