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Die absoluten Top-Teams gehen sich dieses Mal aus dem Weg. Dafür wollen einige Teams am Samstag (ab 15 Uhr live im Ticker/Liga-Radio) die Trendwende schaffen und in der Tabelle wieder weiter nach oben klettern.

So hofft Borussia Mönchengladbach im Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln auf ein Ende der Negativserie und will den Fans endlich mal wieder einen Sieg bescheren.

Außerdem versucht der FC Bayern München gegen den VfL Bochum in der Bundesliga wieder auf Kurs zu kommen. Bayer Leverkusen will mit einem Sieg gegen Hertha BSC Berlin zumindest bis Sonntag die Tabellenspitze erobern und der Vorletzte Eintracht Frankfurt hofft beim spielstarken Aufsteiger 1899 Hoffenheim auf den ersten Erfolg in der Fremde in dieser Saison. Das Top-Spiel ist die Partie zwischen dem VfB Stuttgart und Werder Bremen.

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln

Für Mönchengladbach geht es im Derby vor allem darum, den schlechten Saisonstart zu stoppen und endlich mal wieder Punkte einzufahren. Mit einem Sieg könnte Mönchengladbach nicht nur den letzten Tabellenplatz abgeben, sondern vielleicht auch wieder eine Serie starten.

"In der letzten Saison haben wir nach schwachem Start am 4. Spieltag die Wende geschafft, jetzt gelingt uns das vielleicht am 7. Spieltag", erinnerte Trainer Jos Luhukay an die damals gestartete Serie, während der der Aufsteiger in 15 aufeinanderfolgenden Spielen in der 2. Bundesliga ungeschlagen blieb.

FC mit Rückenwind

Doch nicht nur für die Borussia ist dieses Derby wichtig, auch der 1. FC Köln will seine starke Leistung vom Spiel gegen Schalke (1:0) bestätigen. "Wir wollen die Qualität, die wir gegen Schalke gezeigt haben, nun fortsetzen", sagt FC-Keeper Faryd Mondragon.

Dass das aber nicht so leicht wird, weiß Mondragons Teamkollege Milivoje Novakovic. "Das Spiel wird noch schwieriger als das Schalke-Spiel", sagt der Stürmer der Kölner, fügt aber selbstbewusst hinzu: "Aber mit den Gladbachern haben wir gute Erfahrungen gemacht. Ich hoffe, das bleibt so."

Bewährte Kräfte

Was aller Voraussicht nach unverändert bleibt ist wohl die Aufstellung. Sollten Nemanja Vucicevic (Sprunggelenkblessur) und Fabrice Ehret (grippaler Infekt) einsatzfähig sein, wird wohl die gleiche Mannschaft auflaufen, die auch schon gegen "Königsblau" gewonnen hat.

Bei Mönchengladbach dürften, im Gegensatz zum Hamburg-Spiel von vergangener Woche, wohl wieder Patrick Paauwe und Marko Marin ins Mittelfeld zurückkehren. Denkbar wäre zudem auch noch eine Doppelspitze mit Rob Friend und Oliver Neuville.

FC Bayern München - VfL Bochum

Vor der Partie gegen den VfL Bochum herrscht beim Rekordmeister Bayern München hektische Betriebsamkeit. "Das ist das wichtigste Spiel, seit Jürgen Klinsmann hier die Arbeit als Trainer aufgenommen hat", meinte der Brasilianer Ze Roberto angesichts von zuletzt zwei Bundesliga-Pleiten in Folge und dem verkorksten Start des Titelverteidigers mit nur acht Punkten aus sechs Ligaspielen.

"Wir sind den Zuschauern einiges schuldig geblieben. Ich erwarte einen Sieg. Es muss jetzt der Wille da sein, auch mal einen Weg umsonst zu machen. Das fehlt", nahm Nationalspieler Miroslav Klose seine Mitspieler in die Pflicht.

Hoffnung bei Bochum

Der VfL Bochum will die Schwächephase der Bayern in der Bundesliga nutzen und Punkte aus der Allianz Arena entführen. Die Chancen dazu sieht Trainer Jan Koller nach zuletzt guten Leistungen seines Teams gestiegen. "Wenn wir den Weg, den wir leistungsmäßig gegen eine andere Spitzenmannschaft wie Leverkusen eingeschlagen haben, weiter fortsetzen, dann wird es vielleicht eine Überraschung geben", sagte der Schweizer.

Für diese Überraschung stehen Matias Concha, Thomas Zdebel, Daniel Imhof (alle verletzt) und Anthar Yahia (gesperrt) definitiv nicht zur Verfügung. Fraglich ist noch Philipp Bönig, der leicht angeschlagen war und erst seit Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainiert.

Bayer Leverkusen - Hertha BSC Berlin

In Leverkusen ist man über den tollen Saisonstart und Platz 2 in der Tabelle sehr glücklich, doch die Euphorie dürfe kein Ruhekissen sein, mahnte Trainer Bruno Labbadia: "Sie muss Ansporn für jeden Spieler sein, noch besser zu werden."

Das hat sich auch Bayer-Stürmer und Führender der Torschützenliste Patrick Helmes vorgenommen. "Wir wollen noch mehr erreichen. Wir haben ein junges, lernwilliges und lernfähiges Team, da sollte noch einiges zu erwarten sein", schürt der Angreifer die Hoffnungen auf die Zukunft.

Auswärtsstarke Berliner

Eine Unterbrechung in Leverkusens Entwicklung könnte es vielleicht am Samstag geben. Gegner Hertha BSC hat in dieser Saison zwar erst zwei Spiele gewonnen, diese aber beide auswärts. Hinzu kommt auch noch, dass Stürmer Andrej Voronin seine bisherige Torflaute im Hertha-Trikot ausgerechnet gegen seinen Ex-Club beenden will: "Ich warte immer noch auf mein erstes Tor. Ich hoffe, dass mir das möglichst bald gelingt."

Schwierig für Trainer Lucien Favre dürfte aber sein, dass mit Patrick Ebert (Leisten-OP), Marko Pantelic (Muskelverhärtung) und Gojko Kacar (Wadenproblemen) drei Leistungsträger der letzten Wochen fehlen könnten.

1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt

In Hoffenheim will man sich nach dem bereits zweiten Spiel mit fünf Gegentreffern (4:5 in Bremen, 2:5 in Leverkusen) gegen Frankfurt wieder mehr auf die Defensive konzentrieren. "In den anderen Spielen haben wir richtig gut verteidigt und trotzdem offensiv gespielt", erklärt Innenverteidiger Per Nilsson.

Damit das gegen die Eintracht auch wieder klappt, hat Ralf Rangnick das Spiel in Bremen mit seiner Mannschaft per Video analysiert. Die "Aggressivität und Pressingsituationen" haben gefehlt, analysierte der Trainer später. Ob hinten dann wieder die Null stehen wird, liegt auch an Daniel Haas. Die eigentliche Nummer 2 vertritt gegen die Hessen Stammkeeper Ramazan Özcan, der sich eine Kapselverletzung im rechten Fuß zuzog.

Griechischer Hoffnungsträger

Damit Eintracht Frankfurt in Hoffenheim den ersten Auswärts-"Dreier" der Saison einfahren kann, hofft Trainer Friedhelm Funkel auf einen guten Beginn seiner Mannschaft. "Wir brauchen im Gegensatz zu Bielefeld eine gute Anfangsphase, mit einigen guten Aktionen, die der Mannschaft Sicherheit geben", sagt der 44-Jährige.

Dabei ruhen alle Hoffnungen auf der möglichen Rückkehr von Angreifer Ioannis Amanatidis. Der griechische Nationalspieler hat seinen Muskelbündelriss weitestgehend auskuriert und wird laut Funkel spielen, "wenn er zu 100 Prozent fit ist". Fehlen wird hingegen Mittelfeldspieler Alexander Meier, der wegen Sehnenbeschwerden noch mit dem Training pausieren muss.


Hier geht's zur Vorschau VfB Stuttgart - Werder Bremen