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München - Jupp Heynckes gewinnt momentan scheinbar alles was mit ihm in Zusammenhang steht. Auch die User von bundesliga.de bestätigten seinen Lauf und wählten ihn mit 31 Prozent auf den 1. Platz der Trendumfrage des besten Bundesligatrainers nach acht Spieltagen.

Bei seinem dritten Engagement beim FC Bayern München (1987-1991 und 2009 als Interimscoach) erwischte der 66-Jährige einen Start nach Maß. Seit der unglücklichen 0:1 Auftaktniederlage gegen Gladbach verloren die Bayern kein Spiel mehr. Sie führen unangefochten die Bundesliga an. Besonders beachtlich ist ihr Torverhältnis mit 21 geschossenen Toren und nur einem Gegentor. Dieses verdeutlicht besonders die Überlegenheit des Rekordmeisters und zeigt, dass Heynckes' Plan, die Defensive zu stabilisieren, voll aufgeht.

Hannover in Lauerstellung

Knapp geschlagen mit 27 Prozent wurde Mirko Slomka, der den Erfolg nach Hannover brachte. Nachdem die Niedersachsen 2010/11 die beste Saison der Vereinsgeschichte absolvierten, steht man auch in diesem Jahr mit Platz 4 auf einer aussichtsreichen Position.

Slomka übernahm die 96er im Januar 2010 als diese an 16. Stelle standen. Seitdem geht es mit dem Verein von der Leine kontinuierlich aufwärts. Auch in den Europa-League-Playoffs setzte man sich sensationell gegen den favorisierten FC Sevilla durch und erreichte die Gruppenphase. Im Vergleich nach acht Spieltagen zur Rekordsaison Hannovers starteten die "Roten" dieses Mal sogar noch besser und erzielten zwei Punkte mehr.

Das "Wunder" vom Rhein

Mit 23 Prozent landete der Gladbach-Trainer Lucien Favre auf dem 3. Platz. Nicht nur, dass er in der letzten Saison, die nach 22. Spieltagen mit sieben Punkten Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz abgeschlagenen Borussen, in die Relegation führte und diese gegen den VfL Bochum erfolgreich bestand, sondern der unglaubliche Start in diese Saison sorgte für Staunen. Punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Bremen liegt Mönchengladbach auf dem 3. Platz. Mit gerade einmal vier Gegentoren besitzen die Rheinländer die zweibeste Abwehr.

Thomas Schaaf, der dienstälteste Bundesligatrainer, erhielt elf Prozent der Stimmen der bundesliga.de-User. Seit 1999 coacht er nun den SV Werder Bremen, der nach einer schwachen Saison mit Platz 13 nun wieder vorne angreift. Das Vertrauen in die eigenen Stärken zahlt sich derzeit mit Platz 2 aus.

Neuer Wind mit Stanislawski

Auf den Plätzen 5 mit fünf Prozent und 6 mit drei Prozent folgen Holger Stanislawski von 1899 Hoffenheim und Markus Babbel von Hertha BSC. Der Hamburger Stanislawski bewies bereits zu Beginn seiner Tätigkeit beim neuen Arbeitgeber, dass er auch außerhalb St. Paulis erfolgreich sein kann. Er fügte sich tadellos in sein neues Umfeld ein, rangiert mit den Kraichgauern auf Platz 8 und trotzte mit seinem Team dem FCB ein Remis ab. Stanislawski lässt frischen Offensivfußball spielen und hat mit Ryan Babel und Roberto Firmino zwei treffsichere Stürmer.

Babbel übernahm die Hertha nach dem Abstieg im Sommer 2010 und führte die Berliner mit der Zweitligameisterschaft wieder zurück ins Oberhaus. Derzeit stehen die Hauptstädter mit zwölf Punkten auf dem 10. Platz, haben von den letzten sieben Spielen nur ein Saisonspiel verloren und sind der stärkste Aufsteiger. Damit stehen sie voll im Soll und der 39-Jährige Hertha-Coach kann in Ruhe arbeiten.

Thomas Hübert