ANZEIGE

Berlin - Hertha BSC hat drei Tage nach der turbulenten Trennung von Markus Babbel sportlich einen wichtigen Befreiungsschlag gelandet und überwintert nach dem 3:1 (1:0) gegen den Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern erstmals seit 2007 wieder im Pokalwettbewerb. Die Viertelfinals steigen am 7. und 8. Februar.

Die Tore erzielten Adrian Ramos (43.), Pierre-Michel Lasogga (59.) und Patrick Ebert (90. +1), für Lautern hatte Itay Shechter (51.) zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen.

"Das bedeutet uns sehr viel"

Hertha-Manager Michael Preetz freute sich über den Viertelfinaleinzug. "Das bedeutet uns sehr viel. Das hat für die Hertha auch einen großen finanziellen Wert. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie von der Situation unbeeindruckt ist", sagte Preetz.

FCK-Trainer Marco Kurz klagte: "Wir hatten nicht das Format gegen einen schlagbaren Gegner. Deshalb gehen wir als verdienter Verlierer vom Platz. In der ersten Halbzeit hat mir das Engagement gefehlt."

Hertha ersatzgeschwächt

Die Berliner mussten gegen Lautern Roman Hubnik (Leistenprobleme) und Raffael (Sperre) ersetzen, konnten dagegen aber auf die angeschlagenen Christian Lell und Andre Mijatovic zurückgreifen. FCK-Trainer Marco Kurz verzichtete im Gegensatz zum 1:1 gegen Hannover 96 am vergangenen Wochenende auf Dorge Kouemaha und Pierre de Wit. Für sie spielten Itay Shechter und Adam Nemec.

Beide Teams brauchten bei eisiger Kälte lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. In der ersten Viertelstunde spielte sich das Geschehen lediglich im Mittelfeld ab. Zündende Ideen, um die Abwehrreihen in Verlegenheit zu bringen, gab es nicht.

Kraft pariert stark

Erst eine Standardsituation sorgte vor 40.944 Zuschauern für erste Gefahr. Patrick Ebert brachte eine Berliner Ecke zu Ramos, dessen Kopfball jedoch noch abgefälscht wurde (22.). Nach einem groben Schnitzer der Lauterer Abwehr bot sich Pierre-Michel Lasogga dann wenig später die große Chance zur Führung.

Je offensiver die Gastgeber wurden, umso mehr Räume boten sich den Pfälzern. Ein Fernschuss von Olcay Sahan (28.) und ein Kopfball von Nemec (30.) sorgten für Torgefahr. Beide Male konnte sich Hertha-Keeper Thomas Kraft jedoch auszeichnen.

Lasogga trifft nach Sololauf

Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff gingen die Berliner dann mit dem schönsten Spielzug der ersten Hälfte in Führung. Ramos bediente Ronny auf der linken Seite und verwerte dessen Flanke dann zum 1:0.

Doch die Gäste fanden nach der Pause die richtige Antwort. Nach einer Kombination über Nemec und Sahan vollendete Shechter zum Ausgleich (51.)

Das Spiel wendete sich allerdings erneut. Lasogga schoss nach einem kraftvollen Alleingang zur erneuten Berliner Führung ein und herzte danach Interimscoach Widmayer mit einer Umarmung.


Berlin: Kraft - Lell, Mijatovic, Janker, Kobiashvili - Ottl, Lustenberger (80. Niemeyer) - Ebert, Ramos, Ronny (90. Ben-Hatira) - Lasogga

Kaiserslautern: Trapp - Dick, Abel (46. Amedick), Rodnei, Bugera - Tiffert, Kirch - Fortounis (77. De Wit), Sahan - Nemec (67. Kouemaha), Shechter

Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)

Tore: 1:0 Ramos (43.), 1:1 Shechter (51.), 2:1 Lasogga (59.), 3:1 Ebert (90.+1)

Zuschauer: 40.944

Gelbe Karten: Ebert


Kiel bezwingt Mainz
Stuttgart siegt gegen den HSV
Gladbach wirft Schalke aus dem Wettbewerb