Zusammenfassung

  • Hertha holte in den drei Heimspielen dieser Saison sieben Punkte

  • In seinen fünf Bundesliga-Spielen für Hertha BSC erzielte Mathew Leckie mehr Tore (vier) als in den 71 Bundesliga-Spielen davor

  • Erstmals seit 20 Jahren hat Bayer die ersten drei Auswärtsspiele einer Bundesliga-Saison verloren (bei den Bayern, in Mainz und jetzt bei Hertha BSC)

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Berlin - Hertha BSC hat Angstgegner Bayer Leverkusen in der Bundesliga in die Knie gezwungen und Tuchfühlung mit den Europapokalplätzen aufgenommen. Die Berliner setzten sich am 5. Spieltag gegen die Werkself verdient mit 2:1 (2:0) durch und rückten mit acht Punkten in die obere Tabellenhälfte vor. Mathew Leckie (16.) mit seinem vierten Saisontor und Salomon Kalou (24.) trafen für die Hausherren. Nationalspieler Julian Brandt (84.) brachte Bayer spät noch einmal heran.

FANTASY HEROES: Mathew Leckie (14 Punkte), Vedad Ibisevic (13), Brandt (12)

Leverkusen, das in den zehn Spielen zuvor gegen Hertha nur einmal verloren hatte, agierte nach vorne gefällig, war aber vor allem in der Defensive oft zu leichtfertig. Am Ende blieb die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich auswärts weiter ohne Punkt und steht mit nur vier Zählern aus fünf Spielen schon gehörig unter Druck. Vor nur 32.825 Zuschauern im halbleeren Olympiastadion hatte Herthas Coach Pal Dardai mit seiner Rotation wieder richtig gelegen. Niklas Stark, Vladimir Darida, Kalou und Vedad Ibisevic rückten in die Startelf und gaben dem Spiel von Beginn an viel Inspiration und Elan. 

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Mit einem herrlichen Schlenzer bringt Leckie die Hertha in Führung
Mit einem herrlichen Schlenzer bringt Leckie die Hertha in Führung

Ein Profiteur war Leckie, der gerade noch vom Leverkusens Innenverteidiger Panagiotis Retsos am Torschuss gehindert wurde (9.). Sieben Minuten später war der Neuzugang aber mit einer feinen Einzelleistung zur Stelle. Erst ließ der Australier zwei Leverkusener an der Strafraumgrenze ins Leere laufen, ehe er den Ball mit links ins lange Eck schlenzte.

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"In der ersten Halbzeit haben wir eine Leistung gezeigt, mit der wir uns den Sieg verdient haben." Pal Dardai (Hertha BSC)

Die Spielfreude bei den Gastgebern hielt an. Im Mittelfeld waren Per Skjelbred und Darida deutlich giftiger als ihre Gegenspieler. Leverkusen kam oft einen Schritt zu spät. So auch beim 0:2. Ibisevic spitzelte den Ball vor Keeper Bernd Leno weg, bediente von der Außenlinie Kalou, und der Ivorer köpfte ohne Gegenwehr zum 2:0 ein. Kurz vor der Pause zwang Ibisevic Leno mit einem Kopfball aus kurzer Distanz zur Großtat. In der Folge wurde die Partie immer zerfahrener. Hertha beschränkte sich darauf, nur noch das Nötigste zu tun und sammelte schon wieder Kräfte für die nächsten Aufgaben in den englischen Wochen. Dardai nahm Ibisevic und Ondrej Duda frühzeitig vom Feld. Mit einer Einzelaktion machte Brandt es am Ende noch einmal spannend.

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"Wir hatten viel Ballbesitz, haben aber zu wenig daraus gemacht." Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen)

SPIELER DES SPIELS: Mathew Leckie

Mathew Leckie erzielte auch in seinem dritten Heimspiel in Berlin das 1:0.  Er verwertete seinen einzigen Torschuss und damit vier von neun Torschüssen in dieser Saison. Damit ist Leckie der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga.

BILDER DES SPIELS

Salomon Kalou (rechts) erhöht auf 2:0 für die Hertha
Salomon Kalou (rechts) erhöht auf 2:0 für die Hertha
Julian Brandt mit dem Anschlusstreffer für die Werkself
Julian Brandt mit dem Anschlusstreffer für die Werkself
Mit vier Punkten nach fünf Spieltagen legt Leverkusen den zweitschwächsten Start seiner Bundesliga-Geschichte hin
Mit vier Punkten nach fünf Spieltagen legt Leverkusen den zweitschwächsten Start seiner Bundesliga-Geschichte hin