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Hamburg - Im letzten Spiel vor der Länderspielpause gelang dem Hamburger SV beim 1:0-Sieg in Dortmund der erste Dreier der Saison. Jetzt wollen die Hanseaten im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim nachlegen und die Abstiegsränge verlassen. Vor dem richtungsweisenden Spiel stellt sich HSV-Verteidiger Heiko Westermann den Fragen von bundesliga.de.

bundesliga.de:Heiko Westermann, wie gut hat die Länderspielpause dem HSV getan? Wie wurde die Zeit genutzt?

Heiko Westermann: In unserer Situation war die Länderspielpause sicherlich nicht von Nachteil, auch wenn wir zuletzt gut als Mannschaft zusammengefunden haben. In den letzten Tagen konnten wir viele Trainingseinheiten absolvieren und weiter an unserem System mit dem Trainer arbeiten. Zudem konnten sich ein paar verletzte Spieler regenerieren und können jetzt wieder einsteigen.

bundesliga.de: Inwieweit haben Sie in der Pause noch einmal den Saisonstart Revue passieren lassen können? Wie sind der Start und aktuell Platz 17 in der Tabelle einzuordnen? Wo liegen die größten Defizite des HSV?

Westermann: Ich gucke nach vorne und konzentriere mich schon auf unser nächstes Spiel gegen Hoffenheim. Der Saisonstart ist Vergangenheit, aktuell sind wir Vorletzter in der Liga und das gilt es so schnell wie es geht zu verbessern. Unserer größtes Defizit sind vermutlich die wenigen Punkte die wir haben, denn darauf kommt es nun mal an.

bundesliga.de: Nach etablierten Trainern wie Thorsten Fink, Bert van Marwijk und Mirko Slomka ist nun Joe Zinnbauer Ihr Coach. Wie unterscheidet er sich von seinen Vorgängern? Worauf legt er am meisten Wert?

Westermann: Jeder Trainer hat seine eigene Handschrift, so auch Joe Zinnbauer. Ich spreche aber ungerne über andere Menschen und habe das in der Vergangenheit auch nie getan, deshalb möchte ich hier gar nicht auf Vergleiche eingehen.

bundesliga.de: Wenn man sich die Statistiken des HSV vor Augen führt, fällt auf, dass sich in dieser Saison die Defensive mit nur acht Gegentoren in sieben Spielen stabilisiert zu haben scheint. Gegen die Schwergewichte FC Bayern und Borussia Dortmund stand die Null. Wie zuversichtlich stimmt Sie das für den weiteren Saisonverlauf?

Westermann: Ich glaube, dass das entscheidend sein wird für den weiteren Saisonverlauf. Wenn wir es schaffen, kontinuierlich als Mannschaft in der Defensive gut zu arbeiten und wenig zuzulassen, dann werden wir hoffentlich auch schwer zu schlagen sein.

bundesliga.de: Sie selbst haben einen großen Anteil an der neuen Stabilität in der Defensive, auch wenn Sie unter Slomka mal ein Spiel verpasst haben. Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Leistungen momentan? 

Westermann: Ich fühle mich topfit und gut. Natürlich helfen die letzten Leistungen der gesamten Mannschaft in der Defensive auch zur Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins, aber auch ich will mit meiner Leistung auch dazu beitragen, dass wir als Mannschaft weiter selbstbewusster werden.

bundesliga.de: Am kommenden Sonntag gastiert mit Hoffenheim der Tabellen-Zweite beim HSV. Wie stark schätzen Sie den Gegner ein? 

Westermann: Hoffenheim steht nicht zufällig dort oben in der Tabelle. Die Mannschaft ist stark besetzt und der Kern der Mannschaft spielt auch schon lange zusammen. Auch Sie haben sich in dieser Saison in der Defensive deutlich stabilisiert und ein gutes Konterspiel haben Sie schon seit Jahren. Es wird also eine große Aufgabe für uns, der wir uns aber sehr gerne stellen.

bundesliga.de: Wie bereiten Sie sich auf die geballte Hoffenheimer Offensive mit Spielern wie Firmino, Volland, Modeste, Szalai oder Elyounoussi vor?

Westermann: Mit viel Schlaf und gutem Essen.
 
bundesliga.de: Was rechnen Sie sich gegen Hoffenheim aus? Was muss der HSV tun, um endlich den ersten Heimsieg der Saison einzufahren?

Westermann: Wir wollen als Mannschaft weitermachen, wo wir in Dortmund aufgehört haben. Jeder muss für jeden laufen und Wege machen, die wehtun. Wenn wir das wieder schaffen, werden wir es Hoffenheim schwer machen und in der Offensive unsere Qualität einsetzten können.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski