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München/Köln - "Wir sind jetzt im April, und der April entscheidet alles", ließ Bayern-Coach Pep Guardiola vor dem Klassiker bei Borussia Dortmund verlauten (ab 18 Uhr im Liveticker). Der Spanier ist ein wenig in Sorge angesichts der dünnen Personaldecke. Als Ausrede sollen die zahlreichen Ausfälle aber nicht dienen.

"Nein.", antwortete Guardiola auf die Nachfrage von FCB-Mediendirektor Markus Hörwick, ob der aktuelle Kader die aktuellen Verletzungssorgen decken könne. Bayerns Trainer ist schlicht ehrlich und weiß genau, dass sich David Alaba nicht eins zu eins ersetzen lässt (so sehen Neuer und Co. die aktuelle Lage). Neben dem Österreicher fehlen auch die wichtigen Flügelspieler Arjen Robben (Bauchmuskelriss) und Franck Ribery (Sprunggelenksverletzung).

Robben und Ribery reißen großes Loch

"Ohne Robben und Ribery haben wir keine Spieler für's Eins-gegen-Eins", stellte Guardiola klar. Der FCB fährt personell geschwächt nach Dortmund. Auch hinter dem Einsatz von Holger Badstuber steht noch ein Fragezeichen, ein Startelf-Einsatz vom wiedergenesenen Philipp Lahm ließ Guardiola noch offen.

"Ja.", antwortete der Spanier ebenso kurz und bündig auf die Frage, ob es seine schwierigste Phase beim Rekordmeister sei. Nach Dortmund stehen intensive Englische Wochen an: der Bundesliga-Endspurt, das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Leverkusen und das Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Porto. Trotz des vollen Spielplans und der angespannten Personalsituation ist von Verzweiflung beim FCB jedoch nichts zu spüren. Guardiola gibt sich gewohnt zielstrebig: "Diese Monate sind eine große Herausforderung für mich. Ich bin super motiviert und habe Vertrauen in meine Spieler."

In den kommenden Partien entscheidet sich für den FC Bayern der Ausgang der Saison, das Erreichen der traditionell hoch gesteckten Ziele. Aus diesem Grund ruft Guardiola nun die Finalwochen aus: "Jetzt ist jedes Spiel ein Finale". Bayerns Coach nimmt seine Zöglinge in die Pflicht. "Die Spieler müssen verstehen, dass wir jetzt mehr, mehr, mehr von ihnen brauchen. Es gibt trotzdem keine Ausreden. Wenn wir nicht gewinnen, ist es unsere Schuld. Wir sind jetzt im April, und der April entscheidet alles." Da kommt Schwarz-Gelb doch gerade genau richtig. Auch wenn das Duell gegen Borussia Dortmund tabellarisch nicht brisant ist, Finalcharakter hat dieses Duell jedoch allemal.

SID/Yannik Schmidt