Zusammenfassung

  • Mario Götze steht im Test gegen die Urawa Red Diamonds wieder auf dem Platz

  • Trainer Peter Bosz warnt vor verfrühter Euphorie

  • Michael Zorc gibt dem Offensivmann "alle Zeit der Welt"

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Tokio/Köln - Mario Götze hat nach 167-tägiger Zwangspause ein erfolgreiches Comeback für Borussia Dortmund gegeben. Nach dem 3:2 des Pokalsiegers bei Urawa Red Diamonds in Tokio war der WM-Held entsprechend gut gelaunt.

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Die japanischen Fans waren außer Rand und Band. Als Mario Götze in der 61. Minute eingewechselt wurde, brandete im mit 64.000 Zuschauern ausverkauften Saitama-Stadion von Tokio lautstarker Applaus auf. Vor allem die vielen Kinder im Götze-Trikot mit der Nummer 10 skandierten enthusiastisch den Namen des deutschen WM-Helden. 

"Einfach nur glücklich"

"Es fühlt sich großartig an, nach so einer langen Zeit zurück zu sein. Es ist gut, dass man sieht, dass es jetzt ein Ende hat. Es ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin einfach nur glücklich", sagte Götze lachend und verschwitzt nach dem 3:2 von Borussia Dortmund gegen den japanischen Spitzenklub Urawa Red Diamonds.

167 Tage hatte Götze auf sein Comeback im BVB-Trikot warten müssen. Sein letztes Spiel hatte der 25 Jahre alte Offensivspieler am 29. Januar beim 1:1 des BVB beim 1. FSV Mainz 05 absolviert. Anschließend musste der frühere Münchner fünfeinhalb Monate wegen einer Stoffwechselstörung pausieren. Fast genau drei Jahre nach seinem Siegtreffer für die DFB-Auswahl im WM-Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) im Maracana von Rio endete dann die Leidenszeit für Götze.

"167 Tage waren das jetzt? Unglaublich", sagte Götze, während er in Tokio ähnlich gefeiert wurde wie nach seiner Sternstunde in Brasilien. Götze schaut aber lieber nach vorne als zurück, schließlich ist sein erklärtes Ziel die Teilnahme an der WM-Endrunde 2018 in Russland.

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Sein neuer Vereinstrainer Peter Bosz, mit dem er seine Rückkehr auf den Platz exakt abgesprochen hatte, warnt aber vor verfrühter Euphorie. "Ich bin sehr froh für Mario. Aber wir müssen bei ihm von Tag zu Tag schauen", sagte der Niederländer nach seinem ersten Erfolg mit dem DFB-Pokalsieger. Klubchef Hans-Joachim Watzke forderte in der Welt am Sonntag ebenfalls Geduld: "Es sieht wirklich alles sehr gut aus. Aber wir müssen aufpassen, dass wir ihn nicht überfordern. Er hat fünf Monate nicht gespielt. Wir müssen behutsam mit ihm umgehen."

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Das weiß Götze selbst am besten. "Ich bin seit einer Woche im Training. Das ist sehr, sehr gut gelaufen. Es wird so aussehen, dass ich mit dem Trainer absprechen werde, wie die Belastung aussieht. Ich bin voll einsatzfähig, kann spielen und muss das Stück für Stück aufbauen. Die letzten fünf Monate konnte ich nicht so wie ich wollte. Zu wissen, wo die Reise hingeht, war das alles Entscheidende", sagte er mit Blick auf die kommenden Tage und Wochen vor dem Saisonstart. Dortmund bestreitet am 5. August sein erstes Pflichtspiel der Saison im Supercup gegen Meister Bayern München.

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Ob Götze bis dahin bzw. zum Auftakt des DFB-Pokals beim FC Rielasingen-Arlen eine Woche später oder zum Bundesligastart beim VfL Wolfsburg am 19. August wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird, muss abgewartet werden. "Er bekommt alle Zeit der Welt. Die Werte, die wir bekommen haben, sehen sehr gut aus. Wir sind sehr hoffnungsfroh", sagte Dortmunds Sportdirekor Michael Zorc bereits kurz vor dem Abflug nach Asien, wo nicht nur Götze noch ein anstrengendes Programm erwartet. Am Dienstag spielt Borussia im chinesischen Guangzhou gegen den AC Mailand. Ein weiterer Schritt für Mario Götze in die sportliche Normalität.

sid