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Das Comeback ist geglückt: Der Belgier Daniel van Buyten hat dem FC Bayern München eine gelungene Rückkehr in die Champions League beschert.

Dank des Treffers des Abwehrspielers in der 15. Minute gewann der deutsche Rekordmeister in seinem Auftaktspiel in der Gruppe F verdient, aber auch mit etwas "Dusel" mit 1:0 (1:0) beim rumänischen Vize-Meister Steaua Bukarest.

Für die Münchner, die sich ohne Not zeitweise das Leben selbst ein wenig schwer machten, war es der erste Auswärtssieg in der "Königsklasse" seit fast zwei Jahren.

Van Bommel wieder in der Startelf

Beim Wiedereinstieg in die Champions League präsentierte sich der FC Bayern über weite Strecken druckvoll und engagiert. Gegen den Rekordmeister aus Rumänien waren vor 18.000 Zuschauern mehr Treffer möglich, der überragende kolumbianische Torhüter Robinson Zapata verhinderte aber reihenweise Schlimmeres für Steaua.

Bei starkem Regen hatte Jürgen Klinsmann 525 Tage nach dem bis dahin letzten Spiel des FC Bayern in der Champions League bei seinem internationalen Debüt als Vereinstrainer die gleiche Mannschaft aufs löchrige Spielfeld des Ghencea-Stadions geschickt wie beim 3:0 am vergangenen Wochenende in Köln - mit einer Ausnahme: Andreas Ottl musste für Mannschaftskapitän Mark van Bommel aus der Startformation weichen.

Van Buyten trifft erneut

Drei Punkte waren Klinsmanns Zielsetzung, die Bayern begannen entsprechend druckvoll. Schon nach drei Minuten hatte Torjäger Luca Toni bei seinem Debüt in der Champions League nach einer Vorlage des guten Philipp Lahm den Führungstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Torhüter Zapata. Besser machte es van Buyten, der einen Freistoß des starken Bastian Schweinsteiger unhaltbar für den Kolumbianer ins lange Eck verlängerte.

Der Belgier hatte am 3. April 2007 im Viertelfinal-Hinspiel beim AC Mailand (2:2) auch die beiden bis dahin letzten Münchner Treffer in der Champions League erzielt. Zwei Wochen später schied der deutsche Rekordmeister gegen die Italiener aus (0:2).

Bukarest-Tor nicht gegeben

Auch Steaua, 1986 Sieger im Europapokal der Landesmeister, blieb jedoch nicht untätig - und wurde begünstigt durch behäbiges Abwehrverhalten der Bayern zeitweise gefährlich. In der 22. Minute klatschte Rensing einen Schuss von Florin Lovin eher unglücklich ab, der Portugiese Antonio Semedo traf aus halbrechter Position das Außennetz.

Wenig später lenkte Rensing einen Schuss von Lovin ein wenig ungeschickt, aber mit Glück an den Pfosten (31.). So blieb es bei der Führung für den FCB zur Pause.

Klose verletzt ausgewechselt

In der Halbzeit musste Miroslav Klose in der Kabine bleiben. Der Stürmer erlitt einen Pferdekuss oberhalb des rechten Knies. Nach der Rückkehr nach München wird Vereinsarzt. Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt den FCB-Stürmer genauer untersuchen, erst dann lässt sich eine genaue Aussage darüber treffen, ob Klose am Samstag gegen Bremen spielen kann.

Auch in der 2. Halbzeit stand Rensing häufiger im Blickpunkt als ihm lieb sein konnte. Auch einen Schuss von Arthur Bernhardt fälschte er noch ans Torgestänge (59.) ab. "Dusel" hatte der Torhüter auch, als ihm Janos Szekely den Ball nach einem Schuss von Steauas kolumbianischen Star Dayro Moreno unter der Hand wegspitzelte und ins Tor schoss - Schiedsrichter Claus Bo Larsen (Dänemark) entschied auf Foulspiel.

Sieg hätte höher ausfallen

Überlegen blieben dennoch die Bayern, die am 18. Oktober 2006 ihren letzten Auswärtssieg in der Champions League gefeiert hatten (1:0 bei Sporting Lissabon).

Nur mit dem Erzielen weiterer Treffer haperte es, was vor allem am starken Torhüter von Rumäniens Rekordmeister lag. Der 29 Jahre alte Zapata machte unter anderem gute Chancen der Bayern von Toni (35.), Schweinsteiger (36.), des eingewechselten Lukas Podolski (62.) und erneut Toni (66.) zunichte.