ANZEIGE

Der Hamburger SV ist für den Rückrunden-Auftakt gegen den FC Bayern München gewappnet. In der Vorbereitung glänzten die Hanseaten und setzten dort auch schon ein dickes Ausrufezeichen.

Im Trainingslager in La Manga gewannen die "Rothosen" gegen 1899 Hoffenheim. Eine Kampfansage an die Konkurrenz?

Joris Mathijsen will diesen Erfolg nicht überbewerten. Im Gespräch mit bundesliga.de spricht der Abwehrchef über das 2:0 gegen den Herbstmeister, den bisherigen Saisonverlauf und das Spitzenspiel gegen die Bayern (Fr., ab 20 Uhr im Live-Ticker auf bundesliga.de). Den HSV-Fans macht er zudem noch Mut.

bundesliga.de: Herr Mathijsen, in der Vorbereitungsphase hat der HSV gegen Herbstmeister 1899 Hoffenheim recht eindrucksvoll mit 2:0 gewonnen. Was lässt das auf die Rückrunde schließen?

Joris Mathijsen: Diese Freundschaftsspiele sagen nicht viel aus. Der Erfolg war aber gut fürs Selbstvertrauen und eine erste Revanche für das 0:3 in der Hinrunde. Punkte gibt es aber nur, wenn wir auch in der Rückrunde gegen Hoffenheim gewinnen.

bundesliga.de: Hinten stand die Null. In der Hinrunde kam die HSV-Defensive aber doch auch mal ins Schwimmen und bei 24 Gegentreffern darf man auch nicht unbedingt von einer sicheren Abwehr sprechen.

Mathijsen: Auf den ersten Blick stimmt das natürlich. Aber wir haben alleine drei Mal mit 0:3 deutlich verloren. Das relativiert die Bilanz ein wenig. Zum Ende der Hinrunde standen wir in der Abwehr schon sehr gut. Das war am Anfang der Saison noch nicht so, weil die Automatismen noch nicht gegriffen haben. Schließlich haben wir einen neuen Trainer und auch viele neue Spieler dazubekommen. Aber wir müssen erst einmal mit dem zufrieden sein, was wir erreicht haben. Und das ist nicht so schlecht. Wir liegen mit 33 Punkten auf Platz 4 und sind im UEFA-Pokal weiterhin dabei.

bundesliga.de: Auffällig war in der Hinrunde, dass der HSV in den ersten 15 Minuten gleich sieben Mal ein Gegentor kassiert hat - so oft wie kein anderes Team. Wie erklären Sie sich das?

Mathijsen: Ich weiß es nicht. Das ist nicht zu erklären und hat uns in der Hinrunde den einen oder anderen Punkt gekostet. Das darf in der Rückrunde nicht mehr passieren. Wir müssen ab der ersten Minute hoch konzentriert sein.

bundesliga.de: Liegt das vielleicht auch an der Spielphilosophie vom neuen Trainer Martin Jol, der Huub Stevens als Trainer beim HSV abgelöst hat?

Mathijsen: Huub Stevens ist ein ganz anderer Typ als Martin Jol. Aber das meine ich nicht wertend. Denn jeder Trainer hat seine eigene Handschrift.

bundesliga.de: Sie spielen Ihre dritte Saison beim HSV. Was hat sich seit Ihrem Wechsel verändert und was ist in dieser Saison noch möglich?

Mathijsen: Umso länger wir zusammenspielen, desto besser werden wir. Der Großteil der Mannschaft spielt jetzt seit drei Jahren zusammen. Der neue Trainerstab hat auch wieder neue Impulse gegeben. Wenn wir uns so weiterentwickeln, wie bisher, dann können wir in dieser Saison sicherlich Großes erreichen.

bundesliga.de: Zum Rückrunden-Auftakt kommt es gleich zum Klassiker HSV gegen den FC Bayern. Wie wollen Sie den Rekordmeister stoppen?

Mathijsen: Das ist natürlich ein schweres Spiel. Wenn man einen guten Tag erwischt und alles klappt, dann kann man gegen die Bayern gewinnen. Aber wir sind zuhause noch ungeschlagen und das müssen wir von Beginn an zeigen. Dann sind wir nur schwer zu bezwingen.

Das Gespräch führte Michael Reis