ANZEIGE

Zuletzt hat die Frankfurter Eintracht auswärts böse einstecken müssen: 0:4 in Dortmund und 0:5 in Bremen. Am 17. Spieltag steht für die Hessen nun die Aufgabe beim Hamburger SV an.

Friedhelm Funkel sieht seine Elf bei den heimstarken Hanseaten nicht chancenlos. Wie er zum Erfolg kommen will und warum er für ein paar Spieler ein Straftraining angesetzt hatte, erzählt der Frankfurter Coach im Interview.

Frage: Herr Funkel, wie wollen Sie verhindern, dass es in Hamburg so eine Klatsche gibt, wie zuletzt in Bremen und in Dortmund?

Friedhelm Funkel: Man weiß im Fußball vorher nie, welchen Verlauf ein Spiel nimmt. Wenn ich wüsste, was zu tun ist, um Spielverläufe wie in Bremen oder Dortmund auszuschließen, dann würde ich die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Fakt ist, dass wir endlich mal wieder zu Null spielen müssen, um die Grundvoraussetzung dafür zu schaffen, ein Auswärtsspiel bei einem Topteam erfolgreich zu gestalten. Je länger es 0:0 steht, desto höher sind unsere Chancen. Wenn wir es dann noch schaffen, auch nach vorne hin Akzente zu setzen, ist alles möglich.

Frage: Wie viel Bedeutung messen Sie dem Spiel beim HSV zum Abschluss der Hinrunde bei?

Funkel: Sehr viel. Es sind noch drei Punkte zu vergeben und wir möchten wenigstens einen oder gar drei holen. Dann hätten wir 20, 22 Punkte und könnten den Abstand nach unten weiter vergrößern. Wir möchten uns so erfolgreich wie es nur geht aus dem Fußballjahr verabschieden. Jetzt ist die Mannschaft mal wieder auswärts in der Pflicht, ein gutes Spiel zu zeigen.

Frage: Weshalb haben Sie am Mittwoch für die eine Gruppe von Spielern Straftraining angesetzt?

Funkel: Weil sie fünf Trainingsspiele in Folge verloren haben. Man kann ja mal Trainingsspiele verlieren, keine Frage, aber so krass habe ich das noch nicht erlebt. Ich denke, die Jungs waren überrascht über die Maßnahme, denn so etwas habe ich noch nie gemacht. Aber ich musste ganz einfach mal ein Zeichen setzen. Alle anderen Spieler haben die ganze Woche über konzentriert und sehr engagiert trainiert. Ich denke, dass diese Maßnahme angekommen ist und sich die betreffenden Akteure jetzt noch mal voll reinhängen. Die Winterpause fängt erst nächste Woche an.

Frage: In einer Zeitung war zu lesen, dass die Eintracht daran interessiert sei, Torwart Ramazan Özcan von 1899 Hoffenheim zu verpflichten. Stimmt die Meldung?

Funkel: Quatsch. Das ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Wir setzen doch Jan Zimmermann, den wir garantiert eines Tages in der Bundesliga sehen werden, keinen anderen vor die Nase. Jan Zimmermann ist ein richtig guter Torwart.

Das ausführliche Interview finden Sie auf der Webseite von Eintracht Frankfurt.