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Kaiserslautern - Enttäuschende fünf Punkte, magere fünf Tore: Der 1. FC Kaiserslautern steht vor dem Freitagabendspiel der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) unter Zugzwang.

Sorgen bereitet den Pfälzern vor allem der in dieser Saison oftmals zu harmlose Angriff. "Bei uns gibt es leider keine Messis, die durch fünf Leute einfach mal durchrennen", sagte FCK-Kapitän Christian Tiffert zur Angriffs-Misere.

"Wir brauchen Entschlossenheit und Gier"

Kein Bundesligist traf bisher seltener als die "Roten Teufel". Derweil ist Adam Nemec weiterhin noch keine Alternative im FCK-Sturm. Nemec war vor Saisonbeginn von einem Kirschbaum gefallen und sammelt derzeit Spielpraxis in Lauterns U 23. Doch das Problem liegt nicht nur im Angriff, auch das Mittelfeld strahlt in dieser Spielzeit noch viel zu selten Torgefahr aus. Beim 0:1 am vergangenen Wochenende gegen zehn Wolfsburger erspielten sich die Lauterer keine einzige Tormöglichkeit.

"Wir brauchen Entschlossenheit und Gier. Wir brauchen mehr Wucht in der Vorwärtsbewegung", forderte deshalb der in Stuttgart geborene FCK-Trainer Marco Kurz: "Und wir müssen deutlich konzentrierter werden." Kurz unterstrich, dass sein Team "grundsätzlich gut steht, jetzt müssen wir noch die nötige Balance zwischen Defensive und Offensive herstellen." Auch mit dem 15. Tabellenplatz kann Kurz zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison noch gut leben.

Rodnei setzt auf Heimvorteil

Dennoch soll gegen die Schwaben der zweite Saisonsieg her. Helfen soll dabei das Betzenberg-Feeling, das bei den Abendspielen der vergangenen Saison gegen Bayern München und den FC St. Pauli zu zwei Siegen führte. "Mit Flutlicht auf dem 'Betze' - das ist schon etwas Besonderes. Wir haben da immer gute Spiele gemacht und Erfolge gefeiert", sagte Verteidiger Rodnei.

Verzichten muss Kurz neben Nemec nach wie vor auf die Langzeitverletzten Jan Simunek, Willi Orban und Julian Derstroff aus, ansonsten kann der FCK-Trainer auf alle Spieler zurückgreifen.

VfB ohne Personalsorgen

Gegner VfB kassierte zuletzt eine 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV und haderte vor allem mit der mangelnden Kaltschnäuzigkeit beim Abschluss. "Die Chancenverwertung ist schon die ganze Saison ein Problem bei uns. Gegen Freiburg war es wieder gut, gegen Hamburg hat es uns drei Punkte gekostet", kritisierte Mittelfeldspieler Christian Gentner.

Dennoch reisen die Schwaben voller Zuversicht nach Kaiserslautern. "Wir haben in dieser Woche sehr gut gearbeitet, die Spieler sind mit großem Einsatz und Freude bei der Sache und hängen sich voll rein. Auch Cacau, Christian Gentner, Tamas Hajnal und Arthur Boka können wieder voll mitmachen. Alle sind einsatzbereit", sagte Co-Trainer Eddy Sözer.

Cacau und Gentner traten zuletzt aufgrund von muskulären Problemen etwas kürzer, Hajnal verpasste das Heimspiel gegen den HSV wegen einer Oberschenkelzerrung und Boka musste das Training am Dienstag mit einem Kapselbandeinriss im linken Sprunggelenk vorzeitig beenden.