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Augsburg/Mainz - Nach drei Rückrundenspielen ist der FC Augsburg im Jahr 2013 weiterhin ungeschlagen - und das soll auch gegen den 1. FSV Mainz 05 am Sonntag (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) so bleiben. "Wir wollen unseren positiven Lauf fortsetzen und das Spiel gewinnen", sagt FCA-Trainer Markus Weinzierl: "Wir können mit Selbstvertrauen in diese Partie gehen und wollen an die positiven Leistungen der letzten Spiele anknüpfen."

Der Trainer weiß aber auch, dass Mainz ebenfalls selbstbewusst auftreten wird: "Sie stehen nicht umsonst weit oben in der Tabelle, sondern haben sich dies durch gute Leistungen verdient. Ich bin sicher, dass sie uns nichts schenken werden."

Dennoch sieht Weinzierl gute Chancen für sein Team: "Wir haben uns in den letzten Spielen sehr stabilisiert und gefestigt. Wenn wir wieder aggressiv und frech verteidigen können wir den Druck von unserem Tor fernhalten. Dann ist auch unser Weg zum gegnerischen Tor bei Balleroberungen kürzer", beschreibt Weinzierl die etwas offensivere Ausrichtung in den letzten Spielen.

Bance gegen Ex-Club nicht dabei



Ob Weinzierl zum vierten Mal in Folge dieselbe Startformation aufbieten kann, ist noch offen. Denn Linksverteidiger Matthias Ostrzolek ist mit einer Grippe von der Länderspielreise der deutschen U21-Nationalmannschaft zurückgekehrt und konnte am Freitag nicht trainieren.

Mit Aristide Bance wird am Sonntag weiterhin ein FCA-Spieler fehlen, der auch in den Reihen der 05er sehr gut bekannt ist, weil er früher die Schuhe für den FSV schnürte. "Es ist ein toller Erfolg für ihn, mit Burkina Faso im Finale des Afrika-Cups zu stehen. Wir drücken ihm die Daumen, dass er auch im Finale das nötige Glück auf seiner Seite hat, um vielleicht sogar mit dem Titel nach Augsburg zurückkehren zu können", wünscht Weinzierl dem Stürmer für das Finale alles Gute. Für Neuzugang Somen Tchoyi kommt die Partie wohl noch zu früh.

Szalai wieder dabei - Party am Rosenmontag?



Neben den Qualitäten des Gegners - Thomas Tuchel findet den FCA "stabil und auch spielstark" - sind es auch die zu erwartenden äußeren Rahmenbedingungen, die die Aufgabe zu einer sehr unangenehmen machen. "Minusgrade, Schneefall, nicht der beste Platz der Liga. Es gibt Bedingungen, die einen einladenderen Charakter besitzen", so Tuchel, um dann sogleich die Ankündigung folgen zu lassen: "Wir werden das voll annehmen. Wir fühlen uns selber auch stark genug, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken." Um vor dem Heimspiel-Dreierpack (Schalke, Wolfsburg und Pokal gegen Freiburg) noch einmal auswärts erfolgreich zu sein, wird in der SGL arena "höchste Aufmerksamkeit in der Verteidigungsleistung und in den mannschaftstaktischen Abläufen gefragt sein". Leichtes Spiel erwartet Tuchel nicht: "Das könnte zäh werden, da ist Geduld gefragt."

Fehlen werden weiter Niko Bungert und Eric Maxim Choupo-Moting sowie der gelb-gesperrte Nicolai Müller. Adam Szalai, der das Länderspiel seiner Ungarn gegen Weißrussland (1:1) von der Bank aus verfolgt hatte, wird in Augsburg zur Verfügung stehen. Bei Verteidiger Bo Svensson gibt es ebenfalls positive Signale. "Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er in der Startelf steht", sagte Tuchel.

Am Tag nach dem Spiel, am Rosenmontag, erwartet der 05-Coach seine Schützlinge dann zum Auslaufen. Ganz unabhängig vom Spielausgang. Anschließend steht es den Spielern frei, ob sie sich in den Fastnachtstrubel stürzen und dem Rosenmontagszug beiwohnen. "Ich bin hier ja Trainer, nicht Erziehungsberechtigter", so Tuchel, um dann noch schmunzelnd hinzuzufügen: "Mit dem Auslaufen tun wir den Spielern ja einen Gefallen. Sie haben hier einen Treffpunkt, können ihre Kostüme vergleichen und dann gemeinsam auf den Zug gehen."




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