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Köln - Knapp drei Monate nach ihrer Vollversammlung in Dresden sind die Fanbeauftragten der Bundesliga und 2. Bundesliga erneut zu einem Arbeitstreffen zusammengekommen. In der Hamburger Imtech Arena standen am 13. und 14. August wichtige Themen auf der Tagesordnung: der nahende Bundesliga-Start sowie die beiden Sicherheitsgipfel vom 17. und 23. Juli in Berlin.

Der Ablauf und die Ergebnisse der zwei Sicherheitsgipfel waren auch Gegenstand einer intensiven Diskussion, die DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus mit den Fanbeauftragten führte.

Fußball bietet professionelle Strukturen, die funktionieren



"Der Druck der Politik auf den Fußball ist größer und die Forderung nach mehr Geld lauter geworden", berichtete Hieronymus. Auch wenn die Fanbeauftragten geschlossen kritisierten, nicht aktiv in die Sicherheitsgipfel eingebunden gewesen zu sein, so waren sich alle Diskutanten doch einig: Der deutsche Fußball bietet in seiner Fanarbeit professionelle Strukturen, die funktionieren und die als vorbildlich in ganz Europa gelten.

Dass der Druck auf die Fanbeauftragten angesichts von Sicherheitskonferenzen oder Sportgerichtsurteilen mit Fanausschlüssen sicher größer geworden sei, unterstrich HSV-Vorstandsmitglied Oliver Scheel: "Fanbeauftragte sind bekanntlich auch Krisenmanager, die oft zwischen den Stühlen sitzen. Sie führen den offenen Dialog mit den Fans und sie müssen dem Arbeitgeber gegenüber loyal sein. Deshalb müssen ihnen die Vereine sichere Rahmenbedingungen schaffen und hundertprozentig den Rücken stärken."

Fanbeauftragte fühlen sich in ihren Clubs als Experte wertgeschätzt



Seitdem die Lizenzierungsordnung der DFL vorsieht, Fanbeauftragte hauptamtlich in den Clubs oder Kapitalgesellschaften zu beschäftigen, haben sich die Arbeitsbedingungen weitgehend positiv entwickelt. Allerdings sieht Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten der DFL, noch Verbesserungsbedarf: "Es sollte selbstverständlich sein, dass Fanbeauftragte einen eigenen Arbeitsplatz und vertretbare Arbeitszeiten haben. Sehr erfreulich ist es aber, dass sich die große Mehrheit der Fanbeauftragten innerhalb ihres Clubs als Experte ihres Fachs wertgeschätzt fühlt."