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Es gehört zum Beruf des Fanbeauftragten, dass er mit Gewalt oder konfliktträchtigen Situationen konfrontiert werden kann. Um ihre Fanbeauftragten auf solche Situationen praxisgerecht vorzubereiten, hat die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH ein zweitägiges Deeskalationstraining durchgeführt.

Am 26. und 27. April haben sich in Berlin zwölf Teilnehmer aus der Bundesliga und 2. Bundesliga intensiv mit den Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung vertraut gemacht.

"Fortlaufende Professionalisierung dieses Berufsbildes"

"Deeskalationstraining - Umgang mit Gewalt im Fußballalltag" hieß das Thema der Fortbildung, die Stefan Mücke, einer der erfahrensten Anti-Gewalt-Trainer Deutschlands, durchgeführt hat. In mehreren Kleingruppen wurden die wichtigsten Ziele des Seminars verfolgt: das Erlernen von Methoden der Gewaltdeeskalation und der gewaltfreien Konfliktklärung sowie ihrer praktischen Umsetzung. Außerdem wurde gemeinsam ein Handlungskonzept entwickelt.

"Die Fanbeauftragten erleben in ihrer komplexen Arbeit auch Konfliktsituationen, in denen von ihnen deeskalierendes Verhalten gefordert ist. Durch das Angebot dieser Seminare, in denen die Fanbeauftragten wichtige Strategien im Umgang mit solchen Situationen erlernen, sorgt die DFL bereits seit 2008 für eine fortlaufende Professionalisierung dieses Berufsbildes", sagt Marco Rühmann, Projektmanager Fanangelegenheiten der DFL, der das Seminar in Berlin betreute.

"Atmosphäre schaffen, die vom gegenseitigen Respekt geprägt ist"

Die Fanbeauftragten nehmen diese Fortbildungsangebote gerne an. "Das Seminar war richtig gut und wichtig. Weil wir zukünftig in der Fanbetreuung noch besser auf Grenzüberschreitungen und Gewalt angemessenen reagieren können", meint Michael Schrader, einer der Fanbeauftragten des VfL Wolfsburg.

Schon im Dezember letzten Jahres hatte eine 15-köpfige Gruppe von Fanbeauftragten am Deeskalationstraining teilgenommen. Thomas Schneider, Koordinator Fanangelegenheiten der DFL, weiß um die große Bedeutung dieser Fortbildung: "Für die im Sport Tätigen ist das Wissen mit dem praktischen Umgang von Grenzüberschreitungen und Gewalt sehr wichtig. Hier stellt sich die Frage: Wie kann ich mich und andere schützen und wie kann ich eine Atmosphäre schaffen, die vom gegenseitigen Respekt geprägt ist."