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Am Donnerstagmorgen (15. Januar) verließ Vedad Ibisevic das Trainingslager von 1899 Hoffenheim im spanischen La Manga. Am Abend zuvor hatte sich der Toptorjäger beim Testspiel gegen den Hamburger SV (0:2) in der Schlussphase eine Knieverletzung zugezogen.

Begleitet von Stürmertrainer Tomislav Maric und einem Physiotherapeuten flog Ibisevic in die Heimat, um sich in Heidelberg genauer untersuchen zu lassen.

Auf einer Pressekonferenz äußerte sich Trainer Ralf Rangnick zu der Verletzung seines Stürmers, über mögliche Nachkäufe noch in der Winterpause und über die Handgreiflichkeiten im Spiel gegen den HSV. bundesliga.de war dabei:

Frage: Herr Rangnick, wie geht es Vedad Ibisevic?

Ralf Rangnick: Ihm geht es den Umständen entsprechend gut. Er ist heute Morgen nach Frankfurt abgereist und wird sich in Heidelberg in Behandlung begeben.

Frage: Können Sie schon etwas mehr zur Verletzung sagen und wie lange wird Vedad Ibisevic ausfallen?

Rangnick: Nein, genaues kann ich noch nicht sagen, aber es deutet alles darauf hin, dass es sich um eine Verletzung des Kreuzbandes handelt. Endgültig ist es noch nicht, aber es sieht so aus, als ob Vedad uns länger fehlen wird.

Frage: Manager Jan Schindelmeiser hat eine mögliche Verpflichtung als Ersatz für Ibisevic nicht ausgeschlossen. Sind Sie schon auf der Suche nach einem neuen Stürmer?

Rangnick: Eine Nachverpflichtung macht jetzt natürlich Sinn. Aber wir müssen jetzt erst einmal die genaue Diagnose abwarten. Sollte Vedad die komplette Rückrunde ausfallen, besteht natürlich Handlungsbedarf.

Frage: Mit der Rauferei zwischen Ihrem Spieler Carlos Eduardo und Ivica Olic fand das Testspiel gegen den HSV ein unrühmliches Ende. Wie beurteilen Sie diese Ausraster?

Rangnick: Das sind Dinge, die nicht passieren sollen und auch nicht passieren dürfen. So etwas gehört nicht auf den Fußballplatz. Aber hier im Trainingslager herrscht auch eine Ausnahmesituation. Die Spieler sind nicht taufrisch, sondern hochbelastet. Und das muss man bei beiden Spieler verteidigend ins Feld führen. Wir Trainer können so etwas aber natürlich nicht gut heißen.

Frage: Befürchten Sie jetzt eine Sperre für Carlos Eduardo?

Rangnick: Nein, das hoffe ich nicht. Aber sicher beantworten kann ich diese Frage nicht.

Frage: Was haben die Niederlage und dieser Eklat zum Schluss für Auswirkungen auf die Mannschaft? Können diese negativen Eindrücke sogar das Wir-Gefühl noch einmal stärken?

Rangnick: Was den Zusammenhalt in der Mannschaft angeht, da mache ich mir die wenigsten Sorgen. Das war in der gesamten Hinrunde unser großes Plus. Wir müssen jetzt einfach weiter kühlen Kopf bewahren und uns genau überlege, was zu tun ist, sollte Vedad länger ausfallen. Für Carlos wird die Sache sicherlich intern auch nicht ungeahndet bleiben. Aber wir waren jetzt erst einmal die endgültigen Ergebnisse ab und dann haben wir immer noch Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

Aus La Manga berichtet Michael Reis