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Bremen - Sebastian Mielitz konnte einem Leid tun. Der Torwart von Werder Bremen bewahrte sein Team gegen Twente Enschede mit tollen Paraden lange Zeit vor einem Rückstand. Mit Nacer Chadli lieferte er sich förmlich ein Privatduell. Nach der Roten Karte gegen Torsten Frings wurde der junge Keeper dann aber binnen kurzer Zeit zwei Mal überwunden.

"Wir haben viel investiert. Am Ende steht es aber 2:0 für Enschede und wir haben wieder keinen Dreier eingefahren", zeigte sich Mielitz nach dem Spiel im bundesliga.de-Interview sichtlich enttäuscht.

Doch der Vertreter des verletzten Stammtorwarts Tim Wiese zog auch positive Lehren aus dem Spiel gegen die Niederländer. Für das nächste Bundesliga-Spiel in Stuttgart gab Sebastian Mielitz eine klare Devise aus.

bundesliga.de: Herr Mielitz, das Spiel gegen Twente hätte auch mit einem 7:6 ausgehen können. In der Realität steht Werder nach der Pleite aber vor dem Champions-League-Aus.

Sebastian Mielitz: Das ist ganz bitter für uns. Es war ein packendes Spiel mit vielen Torraumszenen. Nach dem Platzverweis hatte Enschede ein bisschen mehr Platz. Und das haben sie dann eiskalt ausgenutzt. Wir haben viel investiert. Am Ende steht es aber 2:0 für Enschede und wir haben wieder keinen Dreier eingefahren.

bundesliga.de: Trainer Thomas Schaaf hat mit der Nominierung von Torsten Frings als Innenverteidiger überrascht. Wann haben Sie von dieser Entscheidung erfahren und wie hat sich die neue Viererkette angestellt?

Mielitz: Das haben wir in der Besprechung vor dem Spiel erfahren. Aber die neue Formation hat ihre Sache super gemacht - als würde sie schon länger zusammenspielen.

bundesliga.de: Twente hatte aber dennoch eine Menge Chancen.

Mielitz: Wir können nicht jeden Pass, nicht jeden Schuss verhindern. Dafür bin ich dann ja noch da.

bundesliga.de: Das 0:2 gegen Twente war die dritte Niederlage in Folge. Wieso kann Werder nicht mehr gewinnen?

Mielitz: Es ist ja nicht so, dass wir uns keine Chancen erarbeiten. Aber wir müssen einfach wieder mal das Glück haben, auch das Tor zu erzielen.

bundesliga.de: Wie kann sich die Mannschaft jetzt wieder aufrichten?

Mielitz: Wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen, sondern müssen uns zusammenraufen. Gegen Enschede hat man gesehen, dass ein Team auf dem Platz steht. Das war vielleicht in den vorangegangenen Spielen nicht immer ganz so der Fall. Aber gegen Enschede war jeder Spieler für den anderen da. Und darauf müssen wir aufbauen.

bundesliga.de: Glauben Sie noch an ein Wunder und somit ein Weiterkommen in der Champions League?

Mielitz: Soweit schaue ich jetzt noch nicht. Wir müssen jetzt erst einmal das nächste Spiel in Stuttgart für uns entscheiden.

Das Gespräch führte Michael Reis